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Die Lumos GmbH (Ratingen) hat umfangreiche Hilfsmittel für Augenoptiker entwickelt, die die Funktion und Vorteile verschiedenster Gläser demonstrieren helfen, meldet das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Brillenvorhalter können demnach vom Augenoptiker mit dem Glas seiner Wahl versehen werden. Damit ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Die Luenetten können beispielsweise zum Demonstrieren von polarisierenden Gläsern, aber auch von Gleitsicht- oder Muster- und Lesebrillengläsern, sowie von Farbfiltern genutzt werden. Somit seien sie sowohl direkt im Verkaufsgespräch mit Kunden, als auch beim Einsatz von sphärischen Gläsern bei der Refraktion, einsetzbar.
Die Luenette werde ausschließlich in Deutschland hergestellt und bestehe aus beidseitig satiniertem transluzentem Acrylglas. Damit sei sie zudem weitgehend unempfindlich gegen Kratzer und Gebrauchsspuren, heißt es. Die preiswerten Brillenvorhalter seien in den Farben weiß, dunkelgrau, orange und rot erhältlich.
Carl Zeiss Vision steht kurz davor wieder in eigener Regie zu agieren, so lautet es in aktuellen Meldungen. Die Entschuldung des Aalener Brillenglasherstellers, um die seit fast einem Jahr gerungen wurde stehe demnach kurz vor dem Abschluss. Somit werde es größtenteils wieder zum Technologiekonzern Carl Zeiss gehören. Dieser hatte bei der Finanzierungsrunde noch einmal einen dreistelligen Millionenbetrag als frisches Eigenkapital nachgeschossen. Der bisher mit 50 Prozent beteiligte schwedische Finanzinvestor EQT habe sich dagegen nicht mehr beteiligt und verlor somit seine Mehrheit an die namensgebende Muttergesellschaft im benachbarten Oberkochen.
Carl Zeiss Vision hatte zuletzt eine Schuldenlast von 800 Millionen Euro, sie soll nun um 200 Millionen bis 300 Millionen Euro sinken, heißt es. EQT stieg vor fünf Jahren beim Kauf vom US-Rivalen Sola ein, die dafür fälligen 820 Millionen Euro wurden dabei größtenteils Carl Zeiss Vision aufgebürdet. Danach hatte das Brillenglasunternehmen während der Wirtschaftskrise zweimal die Kreditauflagen verletzt, was jeweils Neuverhandlungen erforderlich machte. In der ersten Runde hatte sich EQT noch mit einer Kapitalspritze von 35 Millionen Euro beteiligt, bei der zweiten blieb eine Beteiligung aus. Als Anforderung für die neuen Vereinbarungen sei eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der stimmberechtigten kreditgebenden Banken notwendig gewesen, die problemlos erfüllt werden konnte.
Individuelle Sonderanfertigungen für spezielle Kundenbedürfnisse bietet seit April die Rodenstock Manufaktur in Regen an. Das Unternehmen meldet, es habe mit dem Konzept eine Marktlücke sehr erfolgreich besetzt: In den ersten vier Monaten seien bereits 4.000 Stück Brillengläser bestellt und produziert worden.
„Die Nachfrage übertrifft selbst unsere optimistischen Erwartungen“, sagt Rodenstock-Verkaufsdirektor Rupert Loibl. „Die Auftragsbücher sind voll, die Manufaktur ist sehr gut ausgelastet. Besonders die Sondergläser Ardis und Excellent werden so stark nachgefragt, dass für die Fertigung noch zwei neue Mitarbeiter eingestellt werden müssen.“ Jedes Brillenglas, das die Rodenstock Manufaktur verlasse, sei ein Unikat. Dabei nutzen die erfahrenen Spezialisten eigens entwickelte Maschinen, um die hochspeziellen und immer wieder neuen Kundenwünsche zu erfüllen. Was die Technik in einzelnen Fällen an Präzision nicht leisten kann, wird vom Rodenstock-Team in reiner Handarbeit mit bestem Know-how und jahrelanger Erfahrung ausgeführt.