Donnerstag, 18. November 1999
Augenoptiker und Industrie trafen sich in Köln
95 Vertreter der augenoptischen Branche aus Handwerk (Einzelhandel) und Industrie trafen sich in Köln zum ersten Trend-Forum Augenoptik. Eingeladen hatte die BBE-Unternehmensberatungs GmbH mit Sitz in Köln. Den fulminanten Start legte einer der Geschäftsführer hin, Ulrich Eggert. Er ist manchen Augenoptikern sicher noch bekannt als Autor mehrerer Beiträge zum Thema Marketing.


Ulrich Eggert in Aktion während seiner beiden Referate
Ein Referat zu der Wichtigkeit von Verbundgruppen für Augenoptiker und welche Vorteile sie aus einer Mitgliedschaft ziehen können, endete in einer Katastrophe, weil der Referent es sich zu einfach gemacht hatte, indem er seinen Beitrag zu einer sehr platten Werbeveranstaltung für die IGA Optic vergewaltigt hatte. Dagegen war das Referat eines mittelständischen Augenoptikers über sein Erfolgskonzept richtig erfrischend, natürlich, ungekünstelt. Da traute sich einer vor ein unbekanntes Publikum, erklärte seine Strategie und gestand auch gleich ein, wie schwer es im täglichen Leben ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Interessant war der Beitrag einer Unternehmens für Ladenbau, in dem erstmals verständlich gemacht wurde, welche Rolle die Dramaturgie in der Ladengestaltung spielt. Den Abschluss bildete ein Beitrag von Jörg Spangemacher, der sich mit dem ständig zunehmenden Einfluss fremden Kapitals auf Seiten der Industrie wie auch der Augenoptiker befasste.
Den Abschluss bildete eine lebhafte und interessante Diskussion mit den Referenten, wie sie unter Augenoptikern so nur ganz selten stattfindet. Sie musste schließlich abgebrochen werden, weil die Bahn und Flieger nicht auf die Teilnehmer warten wollten.
Eggert zeigte zunächst auf, dass Deutschland nicht der Nabel der Welt ist und welche Auswirkungen z.B. die Asienkrise auf die deutsche Volkswirtschaft hat. Dann zeichnete er in seiner blumigen und plastischen Art die wirtschaftliche Situation Deutschlands mit allen volkswirtschaftlichen Abhängigkeiten auf. Danach ging es ans Eingemachte der Branche, die in ihren vielfältigen Facetten letztlich ein ganz anderes Bild darstellt als manche mittelständische Augenoptiker glauben.
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