Das Auge leuchtet katzenähnlich

12. März 1999

Das Retinoblastom kommt meistt bei Säuglingen und Kleinkindern vor, selten bei Jugendlichen. Eins von 15.000 bis 34.000 Kindern erkrankt an dem Netzhautmalignom. Es entsteht größten Teils durch spontane genetische Veränderungen, teilweise wird die Mutation autosomal-dominat vererbt.

Die Geschwulst bildet sich aus embryonalen Gewebeinseln der Retina. Zu Beginn entwickeln sich gewöhnlich viele kleine weiße Knötchen in der Netzhaut - in diesem Stadium wird die Erkrankung meist nur zufällig erkannt. Ist der Tumor voll entwickelt, wirkt das Auge katzenähnlich, die Geschwulst leuchtet im Lichtstrahl gelblich durch die Pupille.



Besonders bösartig ist der Tumor, weil er dazu neigt, zu zerfallen, zu nekrotisieren und früh zu metastasieren - entweder entlang der Sehnerven in die Liquorräume des Schädels oder über das Blut in die Lunge. In fortgeschrittenem Tumorstadium ist es meist nur noch möglich, das Auge herauszunehmen, auch Strahlentherapie und eventuell Chemotherapie sind angezeigt.

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