DBSV: Sehen im Alter 2017

12. Juli 2017

Gemeinsam vorausschauend handeln

Die Zahl der Seniorinnen und Senioren in Deutschland wächst und mit ihr auch die Zahl der altersbedingten Sehbehinderungen. Oft wäre der Verlust der Sehkraft im Alter vermeidbar – vorausgesetzt, er würde rechtzeitig erkannt und behandelt. „Senioren-Organisationen sollten sich des Themas ‚Sehen im Alter‘ stärker annehmen und flächendeckend über Vorsorge- und Versorgungsmöglichkeiten aufklären“, fordert deshalb Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), auf einer Pressekonferenz zum Auftakt der Fachtagung „Sehen im Alter“, die vom 7. bis 8. Juli in Bonn-Bad Godesberg stattfand.

Zu den häufigsten Ursachen von Sehbehinderung und Blindheit gehören die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD), der Grüne Star (Glaukom) sowie die Linsentrübung, der Graue Star, mit mehr als 9,8 Millionen Betroffenen in Deutschland. Viele Augenerkrankungen machen sich jedoch erst in einem späten Stadium mit Symptomen bemerkbar, wenn ein Großteil der Sehkraft bereits unwiederbringlich verloren ist. Bei frühem Therapiebeginn mit regelmäßigen Kontrollen bestünden gute Chancen, die Sehkraft zu erhalten.

Die Eigenverantwortung der Betroffenen müsse deshalb durch Informationen rund um das Thema „Erhalt der Sehkraft“ gestärkt werden, fordert deshalb auch Renate Reymann, Präsidentin des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV): „Es bedarf einer flächendeckenden Aufklärung über die Volkskrankheiten, die zum Sehverlust führen“.

Vermeidbaren Sehverlust zu verhindern und die Unterstützung bei Sehverlust zu optimieren – das sind zentrale Ziele des Aktionsbündnisses ‚Sehen im Alter‘ des DBSV. Mit aktuell 118 Unterstützern bietet die Initiative seither eine aktive und breite Plattform, auf der gemeinsam Lösungsansätze entwickelt werden. 

Kommentieren

Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht mehr möglich