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Freitag, 26. November 2010

DFG: Förderung der Akkommodationsforschung

Studien zu Grundlagen und operative Wiederherstellung der menschlichen Akkommodation

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt zur Erforschung der Akkommodation, also der Fähigkeit des Auges sich auf unterschiedliche Sehentfernungen einzustellen, an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt. Seit Anfang des Jahres werden erweiterte Studien zur Physiologie der Akkommodation des Auges durchgeführt. Die Erforschung der Alterssichtigkeit und eine Evaluierung von operativen Verfahren zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit im presbyopen Auge sind ebenfalls zentraler Bestandteil der Arbeit.

Die Akkommodation ist von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität des Menschen, lässt ab dem 45. Lebensjahr jedoch signifikant nach. Um dennoch eine entsprechende Nahsehfähigkeit zu erreichen, muss auf Hilfsmittel wie Lese- oder Gleitsichtbrillen zurückgegriffen werden. Das Problem der nachlassenden Akkommodationsfähigkeit (Presbyopie oder Alterssichtigkeit) ist dabei von großer volkswirtschaftlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung, da ausnahmslos jeder Mensch davon betroffen ist, der das entsprechende Alter erreicht. Laut statistischem Bundesamt werden bereits 2020 54 Prozent der Bevölkerung der Bundesrepublik, also 43,1 Millionen Menschen, 45 Jahre oder älter sein. Im Rahmen der Presbyopieforschung gibt es bislang noch viele Unklarheiten bezüglich der Funktionsweisen und Klassifikation der akkommodativen Vorgänge. Zwar werden heute schon als akkommodativ bezeichnete künstliche Augenlinsen implantiert, ein signifikanter Wirknachweis der akkommodativen Fähigkeiten steht jedoch noch aus.

Das Projekt ist zunächst über drei Jahre angelegt und wird von der DFG seit März mit einer Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter unterstützt. Die bereits bestehenden Labore für physiologische Optik der Augenklinik wurden im letzten Monat für das Projekt um drei Räume erweitert. Außerdem dürfen sich die Projektleiter Prof. Dr. Thomas Kohnen, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt, und Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Dr. Martin Baumeister über neue technische Geräte freuen, die ebenfalls von der DFG gefördert wurden.

Quelle: http://www.kgu.de

Netnews | Katica Djakovic am 26.11.2010 um 03:10 Uhr
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