DGII: Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie

26. März 2020

„Sehen bewahren – und Leben retten!“

Das Executive Board der Deutschsprachigen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation, interventionelle und refraktive Chirurgie (DGII) hat eine aktuelle Stellungnahme zur Corona-Krise verfasst.

Die DGII betont einleitend, dass „auch die Ophthalmologie und mit ihr die Ophthalmochirurgie in diesen Tagen reagieren müssen“. In der nächsten Zeit sei es „unsere Verpflichtung, die Kernaufgabe der operativen Augenheilkunde, die Sicherung und meist auch die Verbesserung des Sehvermögens, mehr denn je in Einklang mit der allerwichtigsten Maxime ärztlichen Wirkens zu bringen – dem Retten von Leben.“

Vor diesem Hintergrund verweist die DGII vor allem auf die als besonders gefährdet geltenden älteren Bürger und Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes mellitus, mit denen die operative Augenheilkunde mehr als mit jeder anderen Personengruppe tagtäglich in Klinik und Praxis zu tun hat. Diesen Menschen gegenüber gelte eine besondere Verantwortung, alle potenziellen Gefährdungen zu vermeiden.

Die DGII empfiehlt daher unter anderem Kataraktoperationen und andere nicht notwendige Eingriffe wie zum Beispiel die Refraktivchirurgie, Strabismuschirurgie und Glaukomoperationen bei Patienten, bei denen eine medikamentöse IOD-Einstellung möglich ist, momentan nicht durchzuführen oder anzubieten und rät, auch auf Untersuchungen zu verzichten, da deren Erkenntnisgewinn in keinem Verhältnis zum Gesundheitsrisiko für Patient und Personal steht.

Es gelte nun für alle, die richtigen Prioritäten zu setzen, denn, die nächsten zwei, drei Wochen werden entscheidend sein.

Gemeinsam unterzeichnet haben die Stellungnahme DGII-Präsident PD Christopher Wirbelauer, DGII-Generalsekretär Prof. Gerd U. Auffarth und DGII-Schatzmeister Prof. H. Burkhard Dick.

Die aktuelle DGII-Stellungnahme kann unter folgendem Link aufgerufen werden: http://www.dgii.org/de/ueber-die-dgii-1.html

 

(Quelle: DGII)

(Foto: Butch - stock.adobe.com)
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