Freitag, 19. November 1999
Parteiübergreifende Koalition entwickelt eine Alternativreform
Parallel zu der gescheiterten Gesundheitsreform 2000 hat eine parteiübergreifende Koalition aus Union, SPD und Bündnisgrünen eine Alternativreform für den Medizinbetrieb entwickelt, in der vor allem sozialdemokratische Grundsätze der Sozial- und Gesundheitspolitik über Bord geworfen werden sollen. Kernpunkte sind ein schlankere Krankenversicherung, die auf eine breitere Beitragsbasis gestellt wird.
Am Dienstag legte die „Reformkommission Soziale Marktwirtschaft“ ein 31 Seiten starkes Papier vor. Es enthält die Kernpunkte: Selbstbeteiligung auch beim Arztbesuch, höhere Zuzahlungen für Arzneimittel, GKV-Leistungen sollen auf eine Basisleistung beschränkt werden, in die Beitragsbemessung wird das gesamte steuerpflichtige Einkommen einbezogen, schreibt die Ärztezeitung.
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