Mittwoch, 16. Februar 2000
Mutmaßliche Preisabsprachen europäischer Banken beim Sortentausch
Unmittelbar bevor stehen EU-Kartellverfahren gegen mehrere große Banken in drei europäischen Ländern wegen mutmaßlicher Preisabsprachen beim Sortenumtausch und bei Überweisungsgebühren. Die EU-Kommission werde noch im März gegen die betroffenen Kreditinstitute vorgehen, verlautete aus Kreisen der Kommission in Brüssel.
Ein EU-Mitarbeiter sprach von „einer ersten Welle“ der Verfahren. Die Untersuchungen seien in den elf europäischen Ländern mit der gemeinsamen Währung Euro geführt worden. In Brüssel wird vermutet, dass die durch den Euro verursachten Kostensenkungen bei Geldtransfers nicht an die Kunden weiter gegeben wurden.
Offen blieb, ob auch Bankenverbände in den jeweiligen Ländern einen sogen. blauen Brief aus Brüssel erhalten werden und in welchen Ländern die von den ersten Verfahren betroffenen Banken sitzen. Im vergangenen Jahr waren Banken in den Niederlanden, Belgien, Irland, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien wegen des Verdachts der Preisabsprachen bei einigen Gebühren durchsucht worden, darunter auch die Dresdner Bank und die deutsche Bank.
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