Fachtagung: Innovationsforum „Das Alternde Auge“

11. Februar 2019

Interdisziplinäres Projekt für Innovationshub und fachlichen Austausch

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Innovationsforum „Das alternde Auge“ bringt am Medizintechnologiestandort Hannover Experten zusammen, die sich mit Themen und Technologien befassen, die für altersbedingte Augenerkrankungen, deren Diagnose und Behandlung künftig von Bedeutung sind. Darauf macht das Zentrum für biomedizinische Technik und Innovation (BiomeTI e. V.) aufmerksam. 
Ein zunächst auf neun Monate angelegtes Projekt mit einem zweitägigen Kongress im Mai 2019, so heißt es, führe Wissenschaftler, Mediziner, Unternehmen, Interessenverbände und Vertreter der öffentlichen Trägerschaften zusammen. Ziel sei es, “zukunftsfähige Innovationen auf dem Gebiet der Augenheilkunde auf den Weg zu bringen”.

“Die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit steigt stetig an. Altersbedingte Augenerkrankungen werden demnach bis zum Jahr 2030 um bis zu 30% häufiger vorkommen als heute”, erklärt das BiomeTI. Weltweit seien fast 150 Millionen Menschen mit den Auswirkungen von Katarakt, Glaukom und altersbedingter Makuladegeneration (AMD) konfrontiert. Aus gesellschaftlicher Sicht bestehe somit dringend Handlungsbedarf. Aus wirtschaftlicher Sicht eröffne sich hier ein sicherlich stark wachsender Markt. Diesen zu bedienen erfordere innovative Konzepte und effiziente Produkte. “Behandelnde Augenärzte, Pharmazeuten und Forscher brauchen unter anderem die Expertise von Patientenvertretern, Verwaltungsfachleuten, Psychologen, Gerontologen, IT-Spezialisten und Industrie-Designern”, betont das Zentrum. Neue technische Möglichkeiten, Vernetzung, künstliche Intelligenz, Datenschutz, steigende regulatorische Anforderungen, Finanzierungsmodelle, altersgerechte verwenderfreundliche Produktgestaltung  und vieles mehr machten aus einer Idee eine wertschöpfende Innovation.

Die persönliche Vernetzung zwischen den Fachleuten solle anhand konkreter Leuchtturmprojekte noch vor Ort in greifbare Zusammenarbeit umgesetzt werden. Langfristig würden die so entstehenden Kontakte zu weiteren Kooperationen führen. “Den Veranstaltern ist es besonders wichtig, dass sich alle Teilnehmer auf Augenhöhe begegnen. Jeder kann von jedem Lernen. Jede Idee zählt”, unterstreicht das Zentrum.

Quelle: BiomeTI e.V. / Medizinische Hochschule Hannover    

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