FOCUS Umfrage: Lernen digital

FOCUS Umfrage: Lernen digital

21. April 2020

Home Learning für Studierende und Meisterschüler in Aalen

Nicht nur Eltern und Lehrer können derzeit erfahren, was es bedeutet aus dem Stand heraus Lerninhalte auf anderen Wegen als durch den direkten Kontakt im Klassenraum zu vermitteln. E-Learning, Webinare, Videokonferenzen – mit einem Schlag wird die Nation ins digitale Zeitalter katapultiert. Während Lehrer an den normalen Schulen damit durchaus Schwierigkeiten haben, sind unsere Weiterbildungseinrichtungen für Augenoptik und Optometrie gut vorbereitet. Wir haben bei einigen Schulen nachgefragt. Zu Beginn stellen wir die Hochschule Aalen vor. Professor Dr. Anna Nagl beantwortet unsere Fragen:

 

FOCUS: Wie organisiert sich aktuell der Studiengang Augenoptik/Optometrie in Aalen?

Nagl: Unsere Hochschulleitung informiert regelmäßig über den aktuellen Stand und stellt hochschulweit eine moderne Infrastruktur wie z. B. das cloudbasierte Learning Management System „Canvas“ zur Verfügung, auf das Lehrende und Studierende von überall per Smartphone, Tablet und Laptop zugreifen können. So erhalten natürlich auch die Studierenden der Augenoptik/Optometrie Zugang zu umfangreichen Selbstlernmaterialien. 

 

FOCUS: Wie geben Sie Inhalte weiter an die Studierenden?

Nagl: Das ist wirklich sehr unterschiedlich. Jeder von uns macht sich sehr intensiv Gedanken über die Möglichkeiten, die für den jeweiligen Kompetenzbereich optimal geeignet sind: angefangen vom klassischen Selbstlernmaterial über online durchgeführte Vorlesungen bzw. Coachings bis hin zur Erstellung von Erklärvideos. Hierzu ein Beispiel in der FOCUS-App.

 

FOCUS: Wie kann man nun Praxis vermitteln – oder ruht dieser Bereich erst einmal?

Nagl: Das lässt sich sehr gut an dem Beispiel des Lehrbeauftragten und äußerst praxiserfahrenen Augenoptikers Heinrich Rath aus Miesbach zeigen: Er bietet unseren Studierenden ein sehr umfassendes Skript zum Thema „Beratungs- und Verkaufstechniken“. Seit Tagen „konstruiert“ und dokumentiert er nun für die Studierenden ausführliche Beratungsfälle, die jeder Student einzeln zu Hause lösen kann. So regt er analytisches Denken für die Lösung von Sehproblemen an. Durch die geplanten individuellen Feedbacks gestaltet sich das Ganze zwar ziemlich zeitintensiv – aber auch sehr effizient. 

 

FOCUS: Wie sind die Reaktionen der Studierenden?

Nagl: Auf mich wirken die Studierenden sehr offen für Neues. Das ist wunderbar und erleichtert die Umsetzung von neuen Ideen und motiviert auch sehr, ein tolles Online-Angebot für die Studierenden zu entwickeln.

 

FOCUS: Wie können Sie Leistungen überprüfen?

Nagl: Hier arbeitete an der Hochschule Aalen vor den Osterferien eine Task-Force, die sich aus Professorenschaft und Verwaltung zusammensetzt, daran, einheitliche Regelungen für Online-Tests zu schaffen.

 

Silke Sage, April 2020

 

„Auf mich wirken die Studierenden sehr offen für Neues. Das ist wunderbar und erleichtert die Umsetzung von neuen Ideen und motiviert auch sehr, ein tolles Online-Angebot für die Studierenden zu entwickeln.“

Bild: Professor Dr. Anna Nagl

 

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