Freitag, 18. Februar 2000
Italienische Gruppe von Glasschleifereien wollte zu schnell wachsen
Nach mehreren Angeboten für die Übernahme der Galileo Holding und deren 60-prozentigen Anteilen an der hoch effizienten amerikanischen Signet Armorlite, an denen sich ursprünglich auch Rodenstock beteiligte, entschied sich der Liquidator für eine kleine Schleiferei aus Belluno. Ital Lenti bot ca. 6 Mio.
Euro für die Schleiferei in Marghera nahe Venedig und die Warenzeichen.
Signet Armorlite soll nach vorliegenden Informationen der größte Hersteller für Brillengläser in den USA sein. Die Gläser werden unter den Handelsnamen Signet und Kodak (FOCUS-NetNews berichtete) vertrieben. Ursprünglich hatte Signet Armorlite angeboten, die Galileo Holding ohne die Schleiferei in Maghera zu übernehmen. Damit wären 120 Arbeitsplätze endgültig verloren gegangen, nachdem die Schleiferei schon im Frühjahr vorigen Jahres ihre Produktion eingestellt hatte.
Dem ganzen Vorgang haftet ein eigenartiger Geruch an. Denn der frühere Präsident der Galileo Holding, Carlo Maria Colombo, ist heute der Präsident von Signet Armorlite und verhandelt aus dieser Position mit dem Konkursverwalter um die Galileo Holding.
Kommentare:
Kommentieren:
Anonyme Kommentare werden nicht veröffentlicht!
Die Redaktion behält sich vor Kommentare nicht zu veröffentlichen, deren Autor nicht klar erkennbar ist oder denen keine reale Email-Adresse zugrunde liegt. Angegebene Email-Adressen werden stichprobenartig geprüft.
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.
»»» Politik: Durchblick mit Armani
««« Internet: Wettbewerbsrecht beachten