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Mittwoch, 30. November 2011

GfK: Konsumklimastudie für November 2011

Ergebnisse verzeichnen einen leichten Gewinn

Ein aktueller Bericht der Gesellschaft für Konsumforschung zeigt, dass das Konsumklima den steigenden Krisen- und Rezessionsängsten trotzt und legt weiter zu. Der Gesamtindikator prognostiziert für Dezember einen Wert von 5,6 Punkten nach revidiert 5,4 Zählern im November.
Trotzdem zeigt die Verbraucherstimmung auch im November dieses Jahres kein einheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung legt deutlich zu, während die Konjunktur- und Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen müssen.
Trotz etwas nachlassender Einkommenserwartungen kann die Anschaffungsneigung im November deutlich zulegen. Das Plus im Vergleich zum Vormonat beträgt 9,1 Punkte. Aktuell weist der Indikator 40,3 Punkte auf. Ein höherer Wert wurde zuletzt im Januar dieses Jahres gemessen (41,8 Punkte). Eine zunehmende Konsumneigung in Zeiten steigender Verunsicherung, die in erster Linie durch die Schuldenkrise verursacht ist, mag im ersten Moment überraschen. Vor dem Hintergrund der exzellenten inländischen Rahmenbedingungen, wie sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen, sei dies auf den zweiten Blick jedoch sehr wohl nachvollziehbar.

Das folgende Chart zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre:

Bild

Die Konjunkturerwartung der Deutschen sinkt auch im November dieses Jahres weiter. Allerdings hat die Intensität spürbar nachgelassen. Nachdem im Vormonat noch ein Rückgang von 11 Punkten zu verzeichnen war, beträgt das Minus aktuell nur noch 1 Punkt. Damit weist der Indikator nun -7,2 Punkte auf.
Die stetige Zunahme der Konjunkturängste in den letzten Monaten ist in erster Linie auf Entwicklungen zurückzuführen, die derzeit auf internationaler Ebene stattfinden. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise besonders im Euro-Raum wird nun mehr und mehr auch auf die deutsche Wirtschaft übergreifen.
Im Sog schwächer werdender Konjunkturaussichten muss im November auch die Einkommenserwartung Einbußen hinnehmen. Nachdem im Vormonat noch ein leichtes Plus zu verzeichnen war, verliert der Indikator aktuell 5,4 Punkte. Mit 31,1 Zählern ist sein Niveau jedoch nach wie vor deutlich überdurchschnittlich. Der langfristige Mittelwert des Indikators liegt bei 0 Punkten.
Der überaus gute Wert der Einkommenserwartung ist in erster Linie auf die stetige Besserung der Arbeitsmarktlage zurückzuführen, die sich nach den Prognosen der Experten auch in den kommenden Monaten noch fortsetzen soll. Dies weckt Hoffnungen, dass die Einkommen der Beschäftigten auch im kommenden Jahr zunehmen werden. Unter der Annahme, dass die Inflation im kommenden Jahr unter das derzeitige Niveau von 2,5 Prozent fallen wird, würde sich dies positiv auf die Kaufkraft der Einkommen auswirken.

Netnews | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese Mail-Adresse zu sehen) am 30.11.2011 um 03:33 Uhr
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