Montag, 15. November 1999
Ärzte wildern im Gesundheitshandwerk
Bei einer Konferenz der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammern kritisierte der Generalsekretär des Deutschen Handwerkskammertages, Hans-Eberhard Schleyer, die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung. Die Reform bedrohe insbesondere die Lehrstellen und Arbeitsplätze in den Betrieben der Gesundheitshandwerker.
So verkauften Augenärzte bereits 40% aller Kontaktlinsen sowie Fertigbrillen. Nach einer Schätzung der Hörgeräteakustiker vertrieben HNO-Ärzte rund 12% aller Hörgeräte. Fachärzte für Orthopädie versorgten ihre Patienten direkt mit Bandagen und Einlagen. Zahnärzte gingen in Konkurrenz zum Zahntechnikerhandwerk. Da dieses Wildern der Ärzte im Gesundheitshandwerk rechtswidrig sein, hat sich der ZDH an Gesundheitsministerin Andrea Fischer gewandt, dieses Verhalten der Ärzte künftig zu unterbinden.
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