Handwerk sucht dringend Auszubildende

18. Juni 2020

Appell der Handwerkskammern an baldige Schulabgänger

Das Thema der dualen Ausbildung und der Fachkräftegewinnung rückt im Handwerk wieder deutlich in den Mittelpunkt, nachdem es von Corona-Themen zurückgedrängt war. Auf die nächsten Wochen komme es an, damit Schulentlassene eine betriebliche Ausbildung als zielführenden Übergang von der Schule in den Beruf finden, heißt es in der Mitteilung des Westdeutschen Handwerkskammertages, dem Dachverband der sieben Handwerkskammern NRWs.

„Für das Handwerk kommt es nun vor allem darauf an, Kontakt zu Jugendlichen mit Schulabschlüssen aller Art zu erhalten, um die vielen offenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Jährlich werden mehr Schulabgänger/innen mit Hochschulreife gesucht und eingestellt. Das Handwerk bildet aus - jetzt erst recht! Neue Fach- und Führungskräfte sowie Betriebsinhaber werden auch in und nach der Corona-Krise gebraucht. Kein Betrieb und kein Jugendlicher soll sich entmutigen lassen - Ausbildungsverträge können noch bis Ende Oktober abgeschlossen werden“, betont Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages.

Auf Bundes- und Landesebene wird der Ausbildungsmarkt gezielt von den Partnern der Ausbildungsallianz und des Ausbildungskonsenses NRW beobachtet. Denn noch sind die Ausbildungsmarktzahlen nicht so, wie man sie aus den Vorjahren gewohnt ist. „Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Kontakt zu Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Hier ist das Land, hier sind die Schulen - trotz aller Corona-Aufregung hinsichtlich der Beschulung - kurzfristig gefragt, an der zielführenden Übergangsgestaltung der Jugendlichen in Ausbildung mitzuwirken“, so Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer vom WHKT.

„Die letzten zwei verbleibenden Schulwochen und der Anfang der Sommerferien sollten unbedingt dafür genutzt werden, dass sich Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei Betrieben bewerben und vorstellen.“ Denn Handwerksbetriebe brauchen jetzt zukünftige Fachkräfte und müssen im Sinne ihrer Kunden dauerhaft hochwertige Leistungen flächendeckend anbieten können. Die Handwerkskammern helfen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, die Lehrstellenbörsen der Kammern sind überaus gut gefüllt.

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