KGS: Neuste Zahlen
13. Februar 2012
Ergebnisse der Brillenstudie vorgestellt
Nach den Ergebnissen der neusten vom Kuratorium Gutes Sehen (Berlin) in Auftrag gegebenen Allensbach-Brillenstudie besitzen Brillenträger im Durchschnitt 1,9 sehtaugliche Brillen. Häufigstes Argument für den Besitz nur einer sehtauglichen Brille sei Eine Brille genügt, das zweithäufigste Argument laute: Eine zweite Brille ist mir zu teuer.
Der unmittelbar nach Inkrafttreten des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2004 einsetzende Trend, keine komplett neue Brille zu kaufen und stattdessen nur die Brillengläser (31 Prozent) oder die Fassung (12 Prozent) zu erneuern, habe sich inzwischen deutlich abgeschwächt. So haben sich 74,3 Prozent der Brillenträger, die 2011 eine Brillenanschaffung tätigten, eine komplett neue Brille gekauft, während sich nur 16 Prozent eine bestehende Fassung neu haben verglasen lassen.
Weiterhin besäßen 16 Prozent der Bevölkerung bzw. 23 Prozent der Brillenträger eine oder mehrere Fertigbrillen, was einer absoluten Zahl von 9,8 Millionen Fertigbrillenbesitzern entspräche. Da hiervon jeder Zweite über mindestens zwei Fertigbrillen verfüge, belaufe sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Fertigbrillen gemäß der Studie auf 17,8 Millionen.
Die Mehrheit der Fertigbrillen werde in Drogeriemärkten (35 Prozent) sowie Kaufhäusern und Supermärkten (34 Prozent gekauft). Augenoptikfachgeschäfte hätten als Einkaufsstätte für Fertigbrillen weiter an Bedeutung verloren, und auch der Versand- und Internethandel spielten als Vertriebswege praktisch keine Rolle.
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