Legasthenie: Buchstaben gerade filtern?

6. April 1999

Scotopic-Sensitivity-Syndrome eine fragliche Theorie

Prof. Dr. Wolf Dieter Schäfer, Würzburg, erläutert dazu, diese Theorie nehme an, dass Kinder beim Lesen Verformungen (distorsions) der Buchstaben sehen. Diese Verformungen sollen daher kommen, weil der weiße Hintergrund die schwarzen Buchstaben überstrahlt. Abhilfe sollen farbige Filtergläser schaffen, die die störenden Anteile des Lichtspektrums herausfiltern.



Auch für diese Theorie gilt laut Prof. Schäfer: kein plausibles pathophysiologisches Konzept und kein spezifischer Wirksamkeitsnachweis. Allerdings räumt er gleichzeitig ein, es existierten erstaunlich viele positive Einzelberichte. Möglicherweise reicht aber auch schon die intensive Zuwendung beim Anpassen der Filter, um entmutigte Legastheniker neu zu motivieren, schränkt er gleich wieder ein.

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