Makuladegeneration: Hilft Strahlentherapie?

6. April 1999

Bei feuchter Makuladegeneration wäre es eine Alternative

Etwa 20% bis 30% der über 70-jährigen erkranken an einer Makuladegeneration. Nur für einen kleinen Bruchteil dieser Patienten mit der feuchten Form gibt es bisher eine wirksame Behandlungsform. Dabei kommt es unter der Netzhaut zu einer Neubildung von Blutgefäßen, die mit Lasern verödet werden können.

In der Nähe der Makula ist die Laserkoagulation natürlich kontraindiziert.

Prof. Luther W. Brady aus Philadelphia, Kalifornien, berichtete kürzlich, eine gezielte und mehrfach durchgeführte Strahlentherapie des Augenhintergrundes könne möglicherweise den natürlichen Krankheitsverlauf aufhalten, oder doch verzögern. Bei 272 so behandelten Patienten konnte das Sehvermögen von 60% stabilisiert, und bei 25% sogar verbessert werden. Ähnliche Ergebnisse berichten auch die Uni-Kliniken Essen und Köln.

Komplikationen durch die Strahlentherapie seien bisher nicht aufgetreten. Prof. Winfried Alberti, Heidelberg: “Die Bestrahlung wird so dosiert, dass die durch die Erkrankung vorgeschädigte Netzhaut nicht weiter beschädigt wird.”

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