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Donnerstag, 15. Dezember 2011

NetNews: Müdigkeit birgt ein hohes Unfallrisiko

Pupille entlarvt müde Menschen

Bei Verkehrsunfällen in Deutschland erscheint jeder sechste Unfallfahrer den herbeigerufenen Polizeibeamten ‘schläfrig oder schlafend’.
Bei Allein-Unfällen von Lkw ist das sogar jeder dritte, wie Professor Barbara Wilhelm aus Tübingen in einer Studie ermittelt hat.
Polizeibeamte waren darin befragt worden, wie oft sie mangelhafte Aufmerksamkeit und Wachheit (Vigilanz) von Unfallverursachern registrieren. Vor allem bei Berufskraftfahrern kommt dabei obstruktive Schlafapnoe (OSA) und die damit verbundene Tagesmüdigkeit häufig vor, wie beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) in Mannheim berichtet wurde.
So litten in einer australischen Studie 16 Prozent der untersuchten Berufskraftfahrer an OSA (Am J Respir Crit Care Med 2004; 170: 1014). OSA-Patienten haben dabei nach Studiendaten ein um das 2,3- bis 8,5fache erhöhtes Unfallrisiko.

Ob ein Autofahrer besonders müde ist, lässt sich mit dem Pupillografischen Schläfrigkeitstest (PST) einfach feststellen, wie Wilhelm bei dem Kongress berichtet hat. “Wache Teilnehmer zeigen in dem elf Minuten dauernden Test deutlich weniger Fluktuationen der Pupillenweite als übermüdete”, erläuterte sie.
Der Test ist auch für Schichtarbeiter oder auch Ärzten und Pflegepersonal im Dienst geeignet.
Wilhelm und ihr Team haben damit 137 Lkw-Fahrer an Autobahnraststätten auf freiwilliger Basis getestet. “Wir fanden mehr Schläfrigkeit, als uns lieb war; einige Teilnehmer schliefen sogar direkt während der Untersuchung ein”, berichtete sie.
Insgesamt waren sieben Prozent der Werte auffällig. Der PST ist validiert und für Erwachsene von 20 bis 60 Jahren normiert.
Quelle: Ärzte Zeitung.de

Netnews | .(Javascript muss aktiviert sein, um diese Mail-Adresse zu sehen) am 15.12.2011 um 04:30 Uhr
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