Dienstag, 14. Dezember 2010
Künstlerischer Schlusspunkt nach Umbaumaßnahmen in Wetzlar
Der frühe Wintereinbruch verhinderte zwar das Eintreffen aller rund 40 Geladenen, aber trotz schlechter Straßenverhältnisse und Schnee folgten zahlreiche Gäste aus Presse und Wirtschaft der Einladung der Oculus Optikgeräte GmbH und fanden sich am 8. Dezember in Wetzlar zur feierlichen Enthüllung des Kunstwerk „Signs“ ein. Begrüßt wurden die Anwesenden von Geschäftsführer Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel, der das Werk als „künstlerischen Schlusspunkt zur größten Umbaumaßnahme in der Geschichte von Oculus“ bezeichnete. Mit den transparenten, lichtdurchfluteten und sehr modernen Räumlichkeiten habe man eine neue Atmosphäre geschaffen, betonte Kirchhübel und bedankte sich bei den Architekten für das „Wohlfühlambiente“, in der die Arbeit Spaß mache und zudem kreativ gefördert werde. Das neue Kunstwerk „Signs“, das nun das Treppenhaus ziere und zugleich eine Verbindung zwischen altem und neuen Gebäudekomplex markiere, würde die Themen Auge, Licht und Farben in einen sichtbaren Zusammenhang bringen. Im Anschluss richtete der Künstler Reinhold Föst das Wort an die Gäste und erläuterte den Entstehungsprozess seiner Arbeit, der wesentlich geprägt worden sei von einer Atmosphäre des Vertrauens und der menschlichen Wärme, die er im Unternehmen und in der Zusammenarbeit wahrgenomen habe. Kunst im Unternehmensbereich habe enormes Potential, steigere die Aufmerksamkeit und Kreativität des Einzelnen und damit auch des Unternehmens, führte Föst weiter aus.

Oculus-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel enthüllt das Kunstwerk im Hauptgebäude.
Im Anschluss an die Begrüßung wurde das Kunstwerk „Signs“ von Rainer Kirchhübel feierlich enthüllt: es besteht aus vier knapp 2,50 Meter hohen unterschiedlich geformten, 8 mm starken Aluminiumelementen, die mit Edelstahlplatten kaschiert sind, welche durch einen elektrochemischen Prozess gefärbt wurden. Eine reduzierte und klare Formensprache gepaart mit der Faszination der Farbe würden eine außergewöhnliche unternehmensspezifische Botschaft formulieren, erläuterte der Künstler den Gästen seine Lesart des Werkes, dass sich die Gestaltungselemente und –formen auch in den Oculus-Werten widerspiegelten. Der Betrachter, so der Künstler weiter, finde sich als Individuum im Kontext wieder analog zum Unternehmen, in dem der Einzelne Wertschätzung erhalte, die gemeinsame Arbeit aber im Mittelpunkt stehe.
Zum Themenkomplex „Kunst und Architektur“ sprach einige abschließende Worte Andreas F. Bremer, der als leitender Architekt die Umbaumaßnahmen im Oculus-Hauptwerk betreut hatte. Architektur müsse im Gegensatz zur Kunst dienen, denn Funktion und Zuordnung der Räume stünden an vorderster Stelle. Kunst solle anregen, Architektur müsse funktionieren, hob Bremer den wesentlichsten Unterschied bei den beiden Gestaltungsprinzipien hervor. Ein großes Lob galt der Geschäftsführung: Die Wertschätzung der Mitarbeiter sei bei Oculus groß, man kümmere sich um die Mitarbeiter und schaffe eine Heimat – sowohl durch die räumliche Gestaltung wie durch das menschliche Miteinander. Der Architekt beendete seine Rede mit einem Zitat von Oscar Wilde: „Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis, aber nicht den Wert“ – auch das sei bei Oculus anders! Beim anschließenden Get-Together hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, in entspannter und herzlicher Atmosphäre das Kunstwerk genauer in Augenschein zu nehmen.

Das Bild zeigt v.l.n.re den ersten Kreisbeigeordneten des Lahn-Dill-Kreises Wolfgang Hofmann, Oculus-Marketingleiterin Rita Kirchhübel, Künstler Reinhold Föst, Oculus-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Rainer Kirchhübel sowie die Architekten Andreas F. Bremer und Melanie Köhler.
Das neue Oculus-Hauptwerk wurde nach zweijähriger Bauzeit am 4. Juli 2009 eingeweiht. Das Unternehmen ist in der vierten Generation in Familienbesitz und beschäftigt im Hauptwerk in Wetzlar 227 Mitarbeiter, davon arbeiten 172 in Forschung und Entwicklung, Fertigung und Kundenservice. In 115 Jahren Firmengeschichte wurden nach eigenen Angaben weit mehr als 100 Patente angemeldet, zehn neue Geräte allein in den letzten sechs Jahren entwickelt.
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