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Donnerstag, 12. Februar 2004

Spectaris: Branchenvorjahresergebnis knapp gehalten

Ein Drittel der Betriebe zeigt sich optimistisch für die Zukunft

Nach Angaben des Industrieverbands Spectaris konnten die deutschen Betriebe der optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie das Ergebnis des Vorjahres mit einem Gesamtumsatz von EUR 34,8 Milliarden in 2003 nur knapp halten (-0,4 %).

Für das laufende Jahr erwarteten die Firmen aber eine deutliche Verbesserung der Geschäftslage.

Die Zahl der Beschäftigten in den derzeit 2.911 Betrieben der Branche (2002: 2.923) sei im vergangenen Jahr geringfügig auf rund 253.000 Mitarbeiter (-1,4 %) zurückgegangen.



Die F&E-Quote, d.h. der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz, betrage dagegen durchschnittlich immer noch über 9 % und läge damit nach wie vor klar über der des Verarbeitenden Gewerbes.

Für 2004 rechneten die Hersteller mit einer spürbaren Verbesserung der Geschäftslage, so Spectaris. Rund 30% der im Rahmen des ifo-Konjunkturtests befragten Branchenunternehmen zeigten sich bereits für die erste Jahreshälfte optimistisch, lediglich 6% prognostizierten eine weitere Verschlechterung. Auf der Basis der Angaben des Statistischen Bundesamtes wiesen die aktuellen Branchenzahlen der deutschen optischen, medizinischen und mechatronischen Industrie für 2003 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Wirtschaftslage allerdings Einbußen aus. Das Auslandsgeschäft stagniere bei EUR 18,4 Milliarden (-0,2 %), während das Inlandsgeschäft mit insgesamt EUR 16,4 Milliarden Euro (-0,7 %) leicht rückläufig sei.



Die hohe Exportquote von rund 53 % unterstreiche die Bedeutung des Auslandsgeschäfts, wenngleich die allgemeine Konjunkturflaute auch den Export erreicht habe. Die Exportrückgänge insbesondere in die USA (-1,7 %), nach Großbritannien (-2,7 %), Italien (-5,3 %) und in die Niederlande (-4,3 %) trügen ihren Teil zu dem insgesamt mäßigen Jahresabschluss bei. Zuwächse trotz der Wirtschaftsflaute hätten lediglich in den Bereichen Medizintechnik und Augenoptik erzielt werden können. Bedingt durch den Wegfall der Zuzahlungen bei Brillen ab 2004 habe der Inlandsumsatz der augenoptische Industrie in 2003 ein deutliches Umsatzplus aus (+9,1 %) ausgewiesen, dem aber ein entsprechendes Tal im laufenden Jahr folgen dürfte.

| .(Javascript muss aktiviert sein, um diese Mail-Adresse zu sehen) am 12.02.2004 um 12:00 Uhr
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