Spectaris: Mehr Geld für Forschungsförderprogramme des BMWi

16. April 2018

Neue Studie belegt Innovationskraft des Mittelstandes

Anlässlich einer neuen Studie des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur technologieoffenen Förderung erneuert der Industrieverband Spectaris seine Forderung nach einer deutlichen finanziellen Aufstockung der beiden Programme „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) und „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

„Die Studie verdeutlicht die positive Rolle von Angeboten wie ZIM und IGF für den innovativen Mittelstand“, betont Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer. Denn wesentliche Alleinstellungsmerkmale der beiden BMWi-Programme sorgen für die Entwicklung, Verstärkung und eine schnelle Ausbreitung neuer Trends sowie für einen effektiven Transfer von Wissen in den Markt und über Branchengrenzen hinweg. „Wenn die Bundesregierung dies erkennt, muss sie auch Konsequenzen hieraus ziehen. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollte der IGF-Jahresetat auf 300 Mio. € und der ZIM-Etat auf 700 Mio. € angehoben werden“, so Mayer.

Die Analyse macht deutlich: Die Förderung durch die beiden Programme deckt eine erhebliche Breite an unterschiedlichen Innovationsschwerpunkten ab, viele technologische Trends lassen sich in den zentralen innovativen Zukunftsfeldern verorten: Industrie 4.0, personalisierte Medizintechnik oder in der Diagnostik. „Die einzelnen Trends werden oft in Nischen identifiziert, die gerade für deutsche „Hidden Champions“ große Chancen eröffnen können. Wir sprechen hier von Anwendungsgebieten, die gerade für unsere kleinen und mittelständischen Mitgliedsunternehmen in der Medizintechnik, der Analysen-, Bio- und Labortechnik oder auch in der Photonik hochinteressant sind“, sagt Mayer.  „Die Studie zeigt, wie agil unser Mittelstand ist. Genauso agil muss auch die Bundesregierung reagieren und die Programme finanziell besser ausstatten, um die Innovationskraft der Unternehmen weiter zu stärken.“

Über den Spectaris-Partner F.O.M., der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V., beteiligen sich aktuell über 40 Mitgliedsunternehmen am IGF-Programm. F.O.M.-Geschäftsführer Dr. Markus Safaricz betont noch einen weiteren positiven Effekt des Programms: „Die IGF-Projekte tragen nachweislich erheblich zur Ausbildung des Nachwuchses bei und liefern über die gesamte Branchenbreite der deutschen Industrie Fachkräfte, die häufig nach Projekten direkt in die Industrie wechseln.“ Der Innovations-Experte erklärt darüber hinaus: „Die aktuelle Studie zeigt, dass die Unternehmen Zukunftsfelder wie Augmented Reality oder Additive Fertigung oft sehr früh aufgreifen, manchmal schon dann, wenn sie in der wissenschaftlichen Fachdiskussion gerade aufkeimen. Diese Innovationsquelle muss nachhaltig gefördert werden, damit unser Mittelstand auf dem innovativen Weltmarkt mithalten kann.“

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