Top 100: Innovativste Unternehmen

14. Juli 2008

Drei Betriebe aus der Augenoptik

Der Brillenglashersteller Rupp und Hubrach (Bamberg), der LowVision-Anbieter Schweizer Optik (Forchheim) sowie die Schwind eye-tech-solutions GmbH & Co. KG (Kleinostheim), die medizinische Laser entwickeln und vertreiben, erlangten eine Platzierung unter den Top 100 innovativsten Unternehmen im Mittelstand. Der Titel wurde bereits zum 16. Mal von der Compamedia GmbH (Überlingen) verliehen, ist einer Pressemeldung zu entnehmen.
Dieses Jahr bewarben sich insgesamt 342 Unternehmen, von denen 49 nationale sowie 17 internationale Marktführer das Gütesiegel erhielten. Um die Platzierten zu ermitteln, untersuchte Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien die Innovationskraft der Anwärter: Die fünf zentralen Kategorien waren „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsmarketing“ sowie „Innovationserfolg“. Verliehen wurde die Auszeichnung von Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, im Düsseldorfer Meilenwerk.
Eine Studie der Wiener Forsche habe ergeben, dass die „Top 100“ beim Innovationserfolg etwa doppelt so erfolgreich seien wie die Mittelständler aus der Vergleichsgruppe, heißt es weiter. Sie erzielen 67% ihres Gewinns mit Innovationen und innovativen Verbesserungen der letzten drei Jahre – im strukturgleichen Sample sind es 35 %.
Rund 60% der ausgezeichneten Betriebe stellen ein internes Risikokapital zur Verfügung, das ist ein Budget, mit dem Mitarbeiter eigene innovative Ideen verfolgen können. Von den „Durchschnittsmittelständler“ ermöglichen dies nur 2%.

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Mentor Lothar Späth

Der Bamberger Brillenglashersteller Rupp und Hubrach erzielte in den beiden Kategorien „Prozesse und Organisation“ sowie „Innovationsmarketing“ eine Platzierung unter den zehn Besten und schaffte es insgesamt zum zweiten Mal in die Top 100. Die Basis für den Innovationserfolg des Augenoptikunternehmens mit einem Umsatz von circa 59 Mio. Euro im Jahr 2007 sei ein ganzheitlich strukturierter Innovationsprozess, so die Begründung der Jury. Zu ihm gehören Projektbeschreibungen, Zieldefinitionen, klar geregelte Zuständigkeiten, Pflichtenhefte sowie Zeit- und Kostenpläne.
In der Marketingabteilung des Unternehmens befassen sich die Mitarbeiter 85 % ihrer Arbeitszeit mit Neuerungen. Sie beobachten kontinuierlich die Veränderungen am Markt und die Bedürfnisse der Kunden, um in sogenannten Innovationsmeetings die Analysen abteilungsübergreifend und gemeinsam mit der Geschäftsleitung zu diskutieren. Man legt viel Wert auf die Wünsche von Endverbrauchern, Augenoptikern und Außendienstlern, erklärt R+H. Ein Juniorberaterteam befasst sich mit innovativen Projekten, die dem Unternehmen zugute kommen.

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Der Mentor übergab die Urkunde an das Juniorberaterteam von Rupp und Hubrach

Die A. Schweizer GmbH überzeugte nach eigenen Angaben mit ihrem systematischen, gut durchdachten und entsprechend erfolgreichen Innovationsmanagement. Damit sicherte sich der LowVision Spezialist zum zweiten Mal einen Platz unter den Top 100. Dieses Jahr belegten die Forchheimer in der Kategorie „Innovationsförderndes Top-Management“ sogar den fünften Rang.
2007 habe man 850.000 Euro für die Entwicklung und Vermarktung von Innovationen ausgegeben: Im Mittelpunkt stand die gemeinsam mit dem Designer Jochen Tillack entwickelte Serie Ergo-Line, heißt es weiter.
Man zähle jetzt zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Das zeige, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde, erklärte Alfred Schüttinger, Geschäftsführer Schweizer Optik.

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Lothar Späth, Alfred Schüttinger mit seiner Frau Petra und der 2. Bürgermeister der Stadt Forchheim

Bei der Schwind eye-tech-solutions GmbH&Co. KG wurde besonders die offene und kreative Arbeitsatmosphäre gelobt: Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, eigene Patentideen zu entwickeln und anzumelden sowie sich als Autoren wissenschaftlicher Publikationen zu profilieren. Der Betrieb meldete in den vergangenen Jahren je sechs nationale und internationale Patente an.

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