UKE: Gute Erfahrungen mit tiefer Sklerektomie

29. August 2005

Neue Art der Glaukom-OP zeigt Erfolge

Augenärzte der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) haben positive Erfahrungen mit einer vergleichsweise neuen Operations-Methode gegen den Grünen Star gemacht. Die tiefe Sklerektomie - die Schaffung eines Hohlraums in der Lederhaut, über den das Kammerwasser zur Verminderung des Intraokulardrucks abfließen soll – schone das Auge.

Dies geht aus einem Artikel der Ärzte-Zeitung hervor. Oberärztin Dr. Maren Klemm zufolge hat sich das Verfahren, das seit eineinhalb Jahren an der UKE angewandt wird, als gute Alternative zu Eingriffen wie der Trabekulektomie erwiesen. Bei der Trabekulektomie wird ein Ventil geschaffen, durch das das Kammerwasser aus der Vorderkammer unter die Bindehaut in ein so genanntes Filterkissen ablaufen kann. Nach dem Eingriff, der nicht bei allen Formen der Glaukom-Erkrankung Anwendung finden kann, können unter anderem Vernarbungen oder Übereffekte auftreten.
Bei der tiefen Sklerektomie wird zunächst ein lamellärer quadratischer Deckel in die Lederhaut in Richtung Hornhaut präformiert. Eine zweite darunter liegende Lamelle wird so präpariert, dass das Dach des Schlemmkanals abgetragen wird. So könne der Durchfluss des Kammerwassers aus dem Auge verbessert werden. Als Platzhalter für die Lamelle werde ein selbstauflösendes Implantat auf Höhe des Schlemmkanals eingesetzt, das eine postoperative Vernarbung verhindern soll. Schließlich wird der obere Deckel wieder fest zugenäht.
Die möglichen postoperativen Komplikationen ähnelten denen der Trabekulektomie, seien jedoch seltener.

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