Freitag, 12. März 1999
Gesundheitshandwerke wollen Versorgung optimieren
Eine Diskussion mit Rolf Stuppardt, dem Vorstandssprecher des IKK-Bundesverbandes, über die aktuelle Gesundheitspolitik stand im Mittelpunkt der Gespräche von Repräsentanten der Bundesinnungs- bzw. Zentralfachverbändes der fünf Gesundheitshandwerke. Man vereinbarte einen Arbeitskreis dieser fünf Handwerke, der gemeinsame Forderungen an die Gesundheitspolitik definieren soll.
Dabei sollen insbesondere Vorschläge für eine Optimierung der Versorgungswege und für eine qualitätsorientierte Versorgung erarbeitet werden.
Besonders die Zahntechniker, Orthopädie-Schuhtechniker sowie die Orthopädie-Techniker klagten über Umsatzeinbußen von bis zu 30% in 1998. Das Schrumpfen etablierter mittelständischer Betriebe, hohe Arbeitslosigkeit, Betriebsschließungen und Konkurse kennzeichnen die Situation der Gesundheitshandwerke.
Beklagt wurde, dass zunehmend Ärzte selbst Hilfsmitteln vertreiben und Zahnärzte mehr und mehr Zahnersatz selbst herstellen. Gegen diese Praxis wollen die Handwerke alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Nicht zuletzt befürchten die Gesundheitshandwerke aufgrund dieser Entwicklung einen drastischen Rückgang der Ausbildungsbereitschaft und der Weiterbeschäftigung von Jung-Gesellen.
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