Freitag, 19. November 1999
Unternehmen lassen sich durch Rente mit 60 nicht zwangsverpflichten!
"Unternehmen lassen sich vom IG-Metallchef Zwickel nicht die eigene Personalpolitik vorschreiben. Anstelle einer unbezahlbaren Rente mit 60 und einer Finanzierung über einen verfassungsrechtlich bedenklichen Tariffonds, der den jüngeren Arbeitnehmern keinen Gegenwert für eingezahlte Beträge übrig lässt, sollte man vielmehr die Altersteilzeit und die Betriebliche Altersversorgung durch eine beschäftigungsfördernde Tarifpolitik stärken", sagte in Bremen Dr.
Uwe Mehrtens, Vorsitzender des Tarif- und Sozialpolitischen Ausschusses aller Tarifträgerverbände im Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) und dem Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV).
Mehrtens, der zugleich BGA-Vizepräsident ist, wies darauf hin, dass man angesichts der Marktsituation in vielen Branchen und den Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform - vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen - die Flexibilität der Betriebe nicht noch mehr einschränken dürfe. "Auch die Betriebliche Altersversorgung halten wir für ein geeignetes Instrument, um für eine Absicherung im Alter zu sorgen. Hier muss es allerdings zu einer steuerlichen Entlastung kommen, um die Attraktivität zu steigern", so der Vorsitzende des Tarif- und Sozialpolitischen Ausschusses von BGA und ZGV.
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