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Die Carl Zeiss AG habe möglicherweise bald wieder allein das Sagen bei seinem Brillenglas-Geschäft, das wurde jetzt bekannt. Demnach habe die Nachrichtenagentur Reuters Hinweise bekommen, dass sich der schwedische Finanzinvestor EQT, der sich vor fünf Jahren mit 50 Prozent an Carl Zeiss Vision beteiligt hatte, kein frisches Kapital mehr in die baden-württembergische Firma stecken werde. Der Investor, hinter dem eine schwedische Industriellenfamilie stehe, lasse seine Beteiligung an dem schwäbischen Unternehmen mit mehr als 12.000 Mitarbeitern auf einen symbolischen Prozentsatz zurückgehen und nehme damit einen Verlust in Kauf. Carl Zeiss versuche nun die von den Banken geforderte Kapitalspritze allein stemmen. Ein entsprechender Vorschlag von EQT und Zeiss an die Banken werde in den kommenden Tagen erwartet, hieß es. Nachdem Carl Zeiss Vision Ende 2009 erneut die Kreditauflagen verletzt hatte, forderten die Banken von den Eigentümern des mit fast 900 Millionen Euro in der Kreide stehenden Unternehmens schon zum zweiten Mal eine Kapitalspritze im oberen zweistelligen Millionenbereich. 2008 hatten Zeiss und EQT bereits mit 35 Millionen Euro nachgelegt.
Carl Zeiss Vision, Tochterunternehmen der Carl Zeiss AG, sei das Sorgenkind des Stiftungskonzerns aus dem schwäbischen Oberkochen. Die Tochter habe im Geschäftsjahr 2007/08 (Ende September) 892 Millionen Euro umgesetzt, ein Jahr später sei der Umsatz Kreisen zufolge wie erwartet leicht zurückgegangen. EQT hatte Carl Zeiss 2005 geholfen, den US-Konkurrenten Sola für umgerechnet 820 Millionen Euro zu übernehmen, und war dafür mit 50 Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligt worden. Zudem habe der Finanzinvestor – wie in der Private-Equity-Branche üblich – Carl Zeiss Vision hohe Schulden aufgebürdet.
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