ZVA: World Sight Day

11. Oktober 2018

Potenzial der Optometrie besser nutzen

Ein Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Augenärzte zu „offenen Sprechstunden“ verpflichten und die Wartezeiten für Kassenpatienten verkürzen. Dabei können Augenoptiker und insbesondere Optometristen sowohl Ärzte als auch Verbraucher bereits heute entlasten, wie ihr Verband anlässlich des Welttags des Sehens am 11. Oktober betont.

„Sehen ist unstrittig eines der wertvollsten Güter, die ein Mensch haben kann. Und wen die Sorge umtreibt, dass damit etwas nicht stimmt, der sollte nicht Monate warten müssen, bis jemand ihm eine fachliche Auskunft gibt“, fordert Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen. Der Verband weist zum Start der Woche des Sehens, zu der auch die beiden Aktionstage Welttag des Sehens am 11. Oktober und Tag des weißen Stocks am 15. Oktober gehören, auf die Bedeutung der Optometrie in Deutschland hin. „Aufgrund des demografischen Wandels und der gestiegenen Anforderungen an das Sehen bis ins hohe Alter, sollten die Menschen ihren Augen unbedingt die nötige Aufmerksamkeit schenken“, so Truckenbrod. „Optometristen übernehmen hierbei eine verantwortungsvolle Rolle in der primären Gesundheitsvorsorge und können – neben der optimalen Korrektion einer Fehlsichtigkeit – frühzeitig Auffälligkeiten am visuellen System aufdecken, die auf mögliche Erkrankungen hinweisen.“

Augenoptiker, die sich zum Optometristen fortgebildet haben, sorgen mit dieser Früherkennung und der sich daran potenziell anschließenden Empfehlung eines Augenarztbesuches für eine zeitnahe Behandlung. Zudem entlasten sie die Augenärzte und das Gesundheitssystem, indem sie Menschen mit Sehhilfen versorgen, für deren Verordnung nicht zwangsläufig ein Besuch der Augenarztpraxis erforderlich ist.

(Bild: ZVA/Skamper)
(Bild: ZVA/Skamper)

Kommentieren