Farbfehlsichtigkeit mit farbigen KL nicht zu korrigieren

1. Dezember 1998

In jüngster Zeit ist zu lesen, Farbenfehlsichtigen könnte zu einer besseren Farbunterscheidung verholfen werden. ChromaGen-Kontaktlinsen könnten dies bewirken, die wie ein Farbfilter wirken. Ein solcher Patient soll sogar mit diesen KL, nach früheren erfolglosen Versuchen, einen Eingangstest zur britischen Air Force bestanden haben.

Prof. Dr. med. Hermann Krastel von der Universitäts-Augenklinik in Heidelberg warnt dringend vor der Euphorie, die diese Meldungen ausgelöst haben. In dem Fachbeitrag aus Groß Britannien, auf den sich alle Meldungen beziehen, ist nach Worten Krastels eine Besserung des Farbsehens nicht nachgewiesen.





Weiter wird dem ZVA-Präsidenten vorgehalten, er habe durch den unnötigen und verlorenen KL-Prozess gegen die Augenärzte erst deren Bereitschaft geweckt, sich intensiv mit der Anpassung von KL zu befassen. Verwerflich sei die scheinheilige Darstellung des Hintergrundes zu diesem Prozess, weil das ursprüngliche und einzige Ziel war, den Augenärzten die Anpassung von Kontaktlinsen untersagen zu lassen.



In der Frage, ob der Landesinnungsverband (LIV) Hessen in den ZVA zurückkehren werde, bezog sich Landfester auf Müllers Rede vor der Innungsversammlung in Hamburg (Auszüge dieser Rede wurden veröffentlicht in FOCUS 6-98, S. 15-17). Dort hatte Müller behauptet - um den Austritt der Hamburger Innung zu verhindern - der LIV Hessen werde wieder dem ZVA beitreten, obwohl ihm am Tag vorher ein anders lautender Brief des Vorstandes vorlag. Landfester dazu: “Müller ... belog - ich wiederhole, belog - die Hamburger Augenoptiker.” Und weiter: “Der Herr Präsident hat auch seinen eigenen Vorstand belogen.”

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