Gerhard Landfester rechnet öffentlich mit ZVA-Präsidium ab

1. Dezember 1998

Am 25. Oktober, anlässlich des Verbandstages der westfälisch-lippischen Augenoptiker in Dortmund, gab Gerhard Landfester, Landesinnungsmeister und Mitglied im Vorstand des ZVA (Zentralverband der Augenoptiker, BIV), seine jahrelange Zurückhaltung auf. Schonungslos rechnete er mit der Politik von ZVA-Präsident Manfred Müller ab.

Landfester warf dem M. Müller vor, 1996 versagt zu haben, als Gesundheitspolitiker die Brillenfassungen aus dem Leistungsbereich der Krankenkassen nehmen wollten und Müller diesem Vorhaben zugestimmt hatte. Die Umsatzeinbrüche der Branche der Jahre 1997 und 1998 sind nach Landfesters Meinung eine Folge dieses Versagens.





Weiter wird dem ZVA-Präsidenten vorgehalten, er habe durch den unnötigen und verlorenen KL-Prozess gegen die Augenärzte erst deren Bereitschaft geweckt, sich intensiv mit der Anpassung von KL zu befassen. Verwerflich sei die scheinheilige Darstellung des Hintergrundes zu diesem Prozess, weil das ursprüngliche und einzige Ziel war, den Augenärzten die Anpassung von Kontaktlinsen untersagen zu lassen.



In der Frage, ob der Landesinnungsverband (LIV) Hessen in den ZVA zurückkehren werde, bezog sich Landfester auf Müllers Rede vor der Innungsversammlung in Hamburg (Auszüge dieser Rede wurden veröffentlicht in FOCUS 6-98, S. 15-17). Dort hatte Müller behauptet - um den Austritt der Hamburger Innung zu verhindern - der LIV Hessen werde wieder dem ZVA beitreten, obwohl ihm am Tag vorher ein anders lautender Brief des Vorstandes vorlag. Landfester dazu: “Müller ... belog - ich wiederhole, belog - die Hamburger Augenoptiker.” Und weiter: “Der Herr Präsident hat auch seinen eigenen Vorstand belogen.”

Vorheriger Eintrag:

FOCUS online startet neue Rubrik

Kommentieren

Kommentieren in diesem Channel-Eintrag nicht mehr möglich