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EAH Jena: Auge-Hand-Koordination bei Basketballern verbessert

Training an der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena zur Auge-Hand-Koordination mit Jugend-Basketball-Bundesligaspielern von Science City Jena e.V. an der TWALL
EAH Jena: Training der Auge-Hand-Koordination mit Jugend-Basketball-Bundesligaspielern von Science City Jena e.V. an der TWALL. Foto: Maximilian Haindl/EAH Jena

Wichtiger Erfolgsfaktor im Sport erstmals sportartspezifisch nachgewiesen

„Die Notwendigkeit guten Sehens im Sport ist vielen Menschen grundsätzlich bewusst, dennoch hat das Thema gerade im deutschsprachigen Raum noch keine große Bedeutung“, berichtet die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena. Vielfältige Untersuchungen bei Profisportlern hätten gezeigt, dass der Anteil unerkannter oder nicht korrigierter Sehfehler überraschend hoch ist. Bei den Olympischen Spielen wurde festgestellt, dass bei über 40% der Profis noch nie ein Sehtest durchgeführt wurde. In Deutschland sei der Anteil ähnlich hoch, so habe Jenvis Research bei verschiedenen Untersuchungen im Profisport bei einem Drittel der Athleten Optimierungsbedarf festgestellt. „Neben der erhöhten Unfallgefahr bei Geschwindigkeitssportarten ist damit auch eine verminderte Leistungsfähigkeit verbunden“, urteilt die EAH Jena.

Augenscreening und Auge-Hand-Training

Im Rahmen einer aktuellen Masterarbeit von Maximilian Haindl wurde an der EAH Jena ein sportartspezifisches Training entwickelt, das das Ziel verfolgte, die Auge-Hand-Koordination von Nachwuchsbasketballspielern zu verbessern. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Wolfgang Sickenberger (Professor für Optometrie und Physiologische Optik an der EAH Jena), der bereits mit zahlreichen Sportverbänden zusammengearbeitet hat, um Sportler visuell bestmöglich zu versorgen. Dank einer Kooperation mit Science City Jena e.V. konnte das Jugend-Basketball-Bundesligateam an die Hochschule eingeladen werden. Im ersten Schritt wurde die Sehleistung der jungen Sportler untersucht.

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Signifikante Verbesserung

Anschließend wurde das Team in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Trainingsgruppe trainierte über einen Zeitraum von fünf Wochen mit einem speziell entwickelten Basketballprogramm an einem Reaktionstrainer (TWALL), während die andere Hälfte des Teams keine spezifischen Maßnahmen zur Steigerung der Auge-Hand-Koordination durchführte. Nach dem Trainingszeitraum konnte ein positiver Effekt festgestellt werden. Die Spieler der Trainingsgruppe schnitten statistisch und klinisch signifikant besser ab als die Spieler die Kontrollgruppe. Die Bewegungen der Spieler sind nach dem Sehzirkel und dem neu entwickelten Auge-Hand-Training schneller und präziser in der Bewegungsausführung. Diese Ergebnisse bezeichnet die EAH Jena als sehr vielversprechend, da sie erstmals belastbare positive Auswirkungen von speziellen Auge-Hand-Trainings im Basketballsport zeigen würden.

Quelle: EAH Jena

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