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Brennpunkt

  • Brennpunkt: Was Kompetenz wert ist

    Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan unseres Berufes bin, den ich selbst viele Jahre ausgeübt habe. Die Augenoptik verbindet Handwerk, Technik, Beratung und immer stärker auch Gesundheitsdienstleistung auf eine Weise, die kaum ein anderer Beruf bietet. Refraktion, Kontaktlinse, Screening, Myopie-Management – die Möglichkeiten, sich fachlich zu entwickeln und eigene Stärken einzubringen, sind enorm. Umso mehr irritiert mich, dass es der Branche offenbar immer schwerer fällt, genau dafür genügend Menschen zu begeistern und sie dauerhaft zu halten.

  • Brennpunkt: Digital. Modern. Unsehbar.

    Was hat ein Augenoptik-Magazin auf der Gamescom zu suchen? Genau diese Frage begegnete FOCUS-Chefredakteurin Silke Sage bei der Akkreditierung zum größten Branchenevent dieser Art in Köln. Augenoptik und Gaming – für die Pressestelle sind das auf den ersten Blick offenbar zwei Welten, die wenig miteinander zu tun haben. Ein kurzes Gespräch über visuelle Wahrnehmung, Blicksteuerung und Hand-Auge-Koordination reichte allerdings, um deutlich zu machen: Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall. Gerade hier ist das Sehen unmittelbarer Teil des Erlebnisses.

  • Brennpunkt: Trockene Wahrheit

    Manchmal braucht es nur eine kurze Begegnung oder einen einzigen Satz, um zu erkennen, wie weit wissenschaftlicher Fortschritt und medizinischer Alltag auseinanderliegen.
    Vor einiger Zeit saß ich selbst als Patientin in einer augenärztlichen Sprechstunde. Der Grund war kein akuter Notfall. Ich wollte vielmehr wissen, wie meine Situation einzuschätzen
    ist. Meine Hoffnung war, mehr über die Ursache und mögliche Behandlungsansätze zu erfahren. Doch dazu kam es gar nicht.

  • Brennpunkt: Myopie – Preis der Prävention

    Vor noch nicht allzu langer Zeit war der Befund „Myopie“ für Kinder wie ein festgeschriebenes Gesetz: Es wird stetig schlechter werden. Nach jedem Besuch des Augenarztes kommen weitere 0,25 bis 0,50 dpt hinzu. Wenn man Glück hat, wird mit der Volljährigkeit endlich das Maximum erreicht sein. Bei Pech vielleicht auch erst Mitte oder Ende der 20er. Bei starker Kurzsichtigkeit kam die Gewissheit hinzu, dass das Risiko für zusätzliche Augenerkrankungen im späteren Leben erhöht ist.

  • Sehen. Daten. Gesundheit.

    Screening-Angebote, telemedizinische Modelle und KI-gestützte Auswertungen halten Einzug in den augenoptischen Alltag. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Betriebe, die stärker in gesundheitliche Fragestellungen eingebunden werden. Der neue Brennpunkt „Sehen. Daten. Gesundheit.“ beleuchtet, wie Augenoptiker ihre professionelle Eigenständigkeit in diesen neuen Strukturen behaupten können.

  • Präzisionsverschiebung 

    Die Augenoptik war immer ein Präzisionsberuf. Handwerk, Refraktion, Zentrierung, Materialkompetenz – aus diesen Säulen ist eine Branche gewachsen, die ihre Stärke aus technischer Exzellenz und zugleich aus Kundennähe bezieht. Doch seit einigen Jahren erleben wir eine bemerkenswerte Erweiterung des Berufsbildes: mehr Optometrie, mehr Eyecare, mehr Kontaktlinse, mehr Myopie-Management, mehr Dry Eye, mehr Wissen über den vorderen Augenabschnitt.

  • Mitreiten? Beobachten? Abwarten? 

    Manchmal rollen Wellen lange, beinahe lautlos auf uns zu, ziehen sich wieder zurück – und schlagen erst später mit voller Kraft auf. Betrachtet man, was sich derzeit in der Augenoptik bewegt, wirkt es so, als stünde die Branche genau auf einer solchen Welle. Rund 20 Jahre nach der Freiformrevolution erleben wir zwar keine einzelne große Zäsur, aber dafür einen Umbruch auf vielen Ebenen gleichzeitig.

  • Die neue Vorsorgefront

    Auf der vergangenen Opti 2026 war es ein sehr sichtbares Thema: Zwischen Früherkennung, Vorsorgelücke und neuen Akteuren ist ein (nicht ganz neues, aber dafür umso umfangreicheres) Angebot rund um das Augen­Screening entstanden. Galt es früher als eindeutige Domäne der Augenärzte, so hat sich die Realität in den vergangenen Jahren sehr verschoben.

  • Die Brille als Gadget – oder: Vergiss den Fachhandel!

    Smarte Brillen gelten noch immer als Nischenprodukt. Doch aktuelle Marktdaten aus den USA zeigen: Das Interesse daran wächst rasant – und das Geschäft findet längst nicht mehr dort statt, wo Brillen eigentlich traditionell zu Hause sind. Bei uns. Diese Marktveränderung stellt die Augenoptik vor eine strategische Frage: Wer macht zukünftig das Geschäft damit?

  • Echte Geschichten. Echte Menschen.

    Das Ende des Jahres nähert sich und mit ihm oft eine Zeit, in der es gilt, das Jahr Revue passieren zu lassen. Das machen auch wir in der Redaktion von FOCUS und fragen uns, was wir für Sie – unsere Leser – noch besser machen können als bisher.