Anzeige
| |

Leica Eyecare: Einstieg ins Myopie-Management bei Kindern

Schwarz-Weiß-Nahaufnahme eines Mädchens mit Brille
Mit dem Unternehmen aus Heuchelheim nimmt der nächste Brillenglasanbieter ein spezielles Glas für das Myopie-Management in sein Portfolio auf. Bild: David Smith

Neue Brillengläser sollen Augenwachstum verlangsamen

Kurzsichtigkeit bei Kindern nimmt weltweit zu. Neben Methoden wie Atropin-Tropfen oder speziellen Kontaktlinsen drängen auch vermehrt Anbieter von Brillengläsern für das Myopie-Management auf den Markt – so nun auch Leica Eyecare.

Neben der Sehschwäche an sich ist es auch das gesundheitliche Risiko, das Fachleute betonen, denn eine fortschreitende Myopie kann langfristig zu Augenerkrankungen wie Netzhautschäden oder Glaukom führen. „Die zunehmende Kurzsichtigkeit im Kindesalter ist längst ein Thema für die gesamte Branche. Wir wollen Kinderaugen frühzeitig schützen und die Augengesundheit langfristig bewahren“, betont Jörg Bauer, Geschäftsführer von Leica Eyecare zur Markteinführung der neuen Brillenglaslösung, die speziell für Kinder entwickelt wurde. 

Das Produkt basiert auf einer Mikrolinsentechnologie, bei der über 1.000 Mikrolinsen mit einer Additionswirkung von +5,00 dpt gleichmäßig im Glas verteilt sind. Diese erzeugen einen gezielten Defokus vor der Netzhaut, der das Längenwachstum des Auges verlangsamen soll. Das Glasdesign ist auf die Sehgewohnheiten von Kindern abgestimmt und bietet ein segmentfreies Sichtfeld mit schalenförmiger Struktur, das horizontale Augenbewegungen unterstützt.

Die Mikrolinsen sind durch einen 3D-Schliff vollständig im Glasinneren geschützt, wodurch eine glatte Oberfläche ohne sichtbare Strukturen entsteht. Bei der Fertigung werden individuelle Parameter sowie die Baulänge der Kinderaugen berücksichtigt.

Die neuen Brillengläser sollen ab November 2025 bei ausgewählten Augenoptikbetrieben erhältlich sein.

Ähnliche Beiträge

  • Zeiss-Gruppe: Erneut sehr erfolgreiches Geschäftsjahr

    Die Zeiss-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen ein deutliches Wachstum. Der Geschäftsbereich Vision Care generierte die Umsätze besonders mit Markenbrillengläsern, Innovationen und digitalen Angeboten.

  • Hochschule Aalen: KI wird Teil der Augenoptik-Ausbildung

    Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend auch die Vermittlung von Fachwissen in der Augenoptik. Auf der Opti 2026 in München präsentierten die Hochschule Aalen und das BZAO verschiedene Ansätze zur Integration digitaler Technologien in die Ausbildung. Ein Schwerpunkt war ein kompakter Einblick in generative KI.

  • Julbo: Neuer Eigentümer

    Der französische Sportbrillen- und Helmhersteller Julbo wurde von Peugeot Frères Industrie übernommen. Das verkündete nun Präsident Christophe Beaud.