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Studie: Fundusaufnahmen mit hohem Prognosepotenzial

Augenuntersuchung mit modernster medizinischer Ausrüstung
Fundusaufnahmen liefern laut einer neuen Studie Hinweise auf zahlreiche Erkrankungen. Bild: elenavolf/Envato

Charité Berlin zeigt Relevanz der Netzhautdiagnostik für allgemeine Vorsorge

Netzhautaufnahmen, wie sie auch im augenoptischen Alltag eingesetzt werden, können weit mehr leisten als die Erkennung okulärer Auffälligkeiten. Eine aktuelle Studie mit Beteiligung der Charité – Universitätsmedizin Berlin legt nahe, dass Fundusbilder Hinweise auf das spätere Auftreten zahlreicher systemischer Erkrankungen liefern können.

Ausgewertet wurden Fundusaufnahmen von mehr als 61.000 Personen aus der UK Biobank. Mithilfe eines KI-gestützten Modells untersuchten die Forscher, ob sich auf Basis der Bilder das Risiko für insgesamt 752 Erkrankungen vorhersagen lässt. Die Ergebnisse wurden zusätzlich anhand einer externen Kohorte überprüft.

In 306 Fällen verbesserten die Netzhautinformationen die Vorhersage gegenüber bekannten Gesundheitsdaten. Auffällig: In der Mehrzahl handelte es sich um Erkrankungen außerhalb der Augenheilkunde. Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigte sich hingegen kein zusätzlicher Nutzen gegenüber etablierten Risiko-Scores.

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Relevanz für die augenoptische Praxis

Die verbesserten Prognosen lassen sich laut Studie vor allem auf Gefäßstrukturen der Netzhaut zurückführen, aber auch auf weniger offensichtliche Merkmale. Damit unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung qualitativ hochwertiger Fundusaufnahmen als potenzielles Zusatzinstrument in der Vorsorge und interdisziplinären Zusammenarbeit.

Für Augenoptiker und Optometristen verdeutlicht die Studie, dass die Netzhaut als Fenster zur allgemeinen Gesundheit zunehmend in den Fokus der Forschung rückt – auch wenn der routinemäßige Einsatz zur Krankheitsvorhersage noch sorgfältig bewertet werden muss.

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