Zeiss: Daten zu Myopie-Gläsern auf Arvo 2026
Studienergebnisse und neue Technologien im Überblick
Auf der ARVO 2026 in Denver hat Zeiss Vision Care neue Daten zur Wirksamkeit seiner für das Myopie-Management entwickelten Brillengläser vorgestellt. Die präsentierten Studien zeigen, dass entsprechende Designs das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern im Vergleich zu Einstärkengläsern messbar verlangsamen können.
Dreijahresdaten aus China weisen für die Myocare-Brillengläser eine Reduktion der Progression um 0,62 dpt sowie 0,28 mm Achslängenwachstum aus, bei Myocare S um 0,45 dpt und 0,18 mm. Europäische Zweijahresdaten zeigen ebenfalls signifikante Effekte mit 0,38 dpt und 0,22 mm. Die Kontrollgruppen wurden teilweise nach zwei Jahren aus ethischen Gründen angepasst.
Analysen belegen, dass Kinder mit Einstärkengläsern häufiger zu schnellen Progressionen neigen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Kurzsichtigkeit nicht vollständig stoppen, aber deutlich abschwächen lässt. Unterschiede zwischen asiatischen und europäischen Populationen erwiesen sich als gering.
Neue Gläser und vernetztes System in Entwicklung
Mit Myoactive kündigte Zeiss auf dem jährlichen Kongress der Association for Research and Vision and Ophthalmology (ARVO) zudem eine neue Glasgeneration an, die ab Frühjahr 2027 im DACH-Markt verfügbar sein soll. Erste Sechs-Monats-Daten deuten auf stärkere Effekte hin, gelten jedoch als vorläufig. Ergänzend setzt das Unternehmen beim Myopie-Management auf ein integriertes Ökosystem aus Diagnostik, Software und Brillengläsern zur strukturierten Betreuung.



