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Wagner + Kühner: Insolvenz angemeldet

Zahlungsunfähigkeit resultiert aus finanziellen Altlasten

Die Wagner + Kühner GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach hat am 31. Januar 2023 beim Amtsgericht Bad Kreuznach einen Antrag auf Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das teilte jetzt der vom Gericht zum vorläufigen Insolvenz-Verwalter bestellte Rechtsanwalt Jens Lieser (Koblenz) mit.

Betrieb läuft wie üblich – Lieferungen nicht betroffen

Die Gehälter der rund 55 Mitarbeiter seien bis Ende März 2023 gesichert über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit, so Lieser. Auch der Vertrieb liefe trotz des Insolvenz-Antrags ohne Einschränkungen weiter. „Das aktuelle Geschäft zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden, den Brillenoptikern vor Ort ist nicht beeinträchtigt. Alle Bestellungen werden wie gewohnt verlässlich und pünktlich ausgeliefert. Wagner + Kühner verfügt über ein gutes, intaktes sowie funktionierendes Geschäftsmodell. Allerdings wird es nun von den Vorgängen aus der Vergangenheit eingeholt“, betonte der Insolvenz-Verwalter.

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„Verschuldung aus der Vergangenheit“ als Hauptgrund

Bereits im Jahr 2019 habe Wagner + Kühner eine Restrukturierung begonnen und sich klare Ziele für den Turnaround gesetzt. Erforderlich wurde die in 2019 begonnene Restrukturierung, da das Unternehmen zuvor hohe Verbindlichkeiten aufgebaut hatte. Die hohen finanziellen Altlasten zusammen mit der schwierigen Verbraucherstimmung und hohen Kaufzurückhaltung seit dem Krieg in der Ukraine führten zu einem Rückgang der Umsätze, woraufhin Ziele nicht mehr erfüllt werden konnten. Durch eine Insolvenz soll das Unternehmen nun saniert werden, was der vorläufige Insolvenz-Verwalter für möglich hält: „Bei diesem bewährten Geschäftsmodell sehe ich gute Möglichkeiten für eine Zukunftslösung und einen Investor zu finden“, erklärte Lieser.

Quelle: Lieser Rechtsanwälte

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