Anzeige
|

Wagner + Kühner: Insolvenz angemeldet

Insolvenz
Wagner + Kühner hat einen Insolvenz-Antrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Bild: Ratfink1973/Pixabay

Zahlungsunfähigkeit resultiert aus finanziellen Altlasten

Die Wagner + Kühner GmbH mit Sitz in Bad Kreuznach hat am 31. Januar 2023 beim Amtsgericht Bad Kreuznach einen Antrag auf Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das teilte jetzt der vom Gericht zum vorläufigen Insolvenz-Verwalter bestellte Rechtsanwalt Jens Lieser (Koblenz) mit.

Betrieb läuft wie üblich – Lieferungen nicht betroffen

Die Gehälter der rund 55 Mitarbeiter seien bis Ende März 2023 gesichert über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit, so Lieser. Auch der Vertrieb liefe trotz des Insolvenz-Antrags ohne Einschränkungen weiter. „Das aktuelle Geschäft zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden, den Brillenoptikern vor Ort ist nicht beeinträchtigt. Alle Bestellungen werden wie gewohnt verlässlich und pünktlich ausgeliefert. Wagner + Kühner verfügt über ein gutes, intaktes sowie funktionierendes Geschäftsmodell. Allerdings wird es nun von den Vorgängen aus der Vergangenheit eingeholt“, betonte der Insolvenz-Verwalter.

Anzeige
Essilor (Banner)

„Verschuldung aus der Vergangenheit“ als Hauptgrund

Bereits im Jahr 2019 habe Wagner + Kühner eine Restrukturierung begonnen und sich klare Ziele für den Turnaround gesetzt. Erforderlich wurde die in 2019 begonnene Restrukturierung, da das Unternehmen zuvor hohe Verbindlichkeiten aufgebaut hatte. Die hohen finanziellen Altlasten zusammen mit der schwierigen Verbraucherstimmung und hohen Kaufzurückhaltung seit dem Krieg in der Ukraine führten zu einem Rückgang der Umsätze, woraufhin Ziele nicht mehr erfüllt werden konnten. Durch eine Insolvenz soll das Unternehmen nun saniert werden, was der vorläufige Insolvenz-Verwalter für möglich hält: „Bei diesem bewährten Geschäftsmodell sehe ich gute Möglichkeiten für eine Zukunftslösung und einen Investor zu finden“, erklärte Lieser.

Quelle: Lieser Rechtsanwälte

Ähnliche Beiträge

  • MPG: Bernd Behrens folgt als CEO auf Michael Pachleitner

    Bereits zum Jahreswechsel hat Bernd Behrens als neuer CEO das unternehmensstrategische Ruder bei der MPG übernommen. Damit tritt er in die Fußstapfen von Gründer Dr. Michael Pachleitner, der im Oktober 2023 nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

  • Stratemeyer: Neues Gesicht im Außendienst

    Die Brillenglasmanufaktur Stratemeyer begrüßt mit Medlina Krasniqi ein frisches Teammitglied im Außendienst. Die 36-jährige Augenoptikerin übernimmt das Vertriebsgebiet von Hannover bis Fulda und Paderborn bis Göttingen.

  • Zeiss: Tooz wird „Augmented Reality/VR-Kompetenzzentrum“

    Die Zeiss-Gruppe übernimmt die Anteile des 2018 gemeinsam mit der Deutschen Telekom gegründeten Joint Ventures Tooz Technologies. Damit trägt das Unternehmen dem wachsenden Marktpotenzial im Bereich der Augmented Reality (AR) & Virtual Reality (VR) Brillen Rechnung.

  • Spectaris: Überarbeitung der MDR-Verordnungen gefordert

    Das Europäische Parlament hat vor Kurzem einen Entschließungsantrag zur Überarbeitung der EU-Verordnungen für Medizinprodukte (MDR) angenommen. Spectaris unterstützt die deutlichen Signale an die Europäische Kommission, zeitnah Verbesserungen umzusetzen, um die Herausforderungen der Branche zu bewältigen.