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KGS: Kontaktlinsen-Mythen im Faktencheck

Frau setzt Kontaktlinse ein
Das KGS klärt auf zu Kontaktlinsen-Mythen. Symbolbild: Pixabay/Slavoljubovski

Das Kuratorium Gutes Sehen informiert

Rund um das Thema Kontaktlinsen kursieren viele Geschichten. So können sie angeblich im Auge „verschwinden“, herausfallen und sind bei Altersweitsichtigkeit nicht geeignet. Die meisten Behauptungen sind leicht zu widerlegen. Das übernimmt nun das Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) und bietet weiterführende Informationen an.

Dass eine Kontaktlinse hinter dem Auge verloren geht, ist anatomisch unmöglich. Der Teil des Sehorgans, auf dem die Linse schwimmt, wird von der Bindehaut begrenzt. Auch für die Befürchtung, dass Kontaktlinsen am Auge „kleben“ bleiben könnten, gibt es keinen Anlass, wenn diese korrekt getragen, gepflegt und herausgenommen werden.

Möglich, aber unwahrscheinlich ist es, dass Kontaktlinsen aus dem Auge fallen. Individuell angepasste Linsen sitzen zentral auf dem Auge. Verrutschen sie doch einmal, lassen sie sich durch Blinzeln oder leichten Druck mit dem Finger auf das Augenlid an ihre Position zurückbefördern. Moderne Linsen sind so atmungsaktiv, dass man sie täglich tragen kann.

Auch bei Presbyopie immer die beste Sicht mit Kontaktlinsen

Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist mit 95% die häufigste Art der Fehlsichtigkeit bei Menschen ab 45 Jahren. Auch für sie sind Kontaktlinsen eine interessante Alternative zur Brille. So gibt es multifokale Kontaktlinsen, die ähnlich wie Gleitsichtgläser funktionieren und somit wieder ein stufenloses Sehen in allen Entfernungen ermöglichen.

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Eine weitere Option ist die Monovision. Hierbei wird das eine Auge für die Ferne versorgt, das andere für die Nähe. Das Sehzentrum im Gehirn wählt das jeweils passende Bild. Außerdem stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Dabei kann die natürliche Linse unter anderem durch multifokale Kunstlinsen ersetzt werden.

Speziallinsen verhindern fortschreitende Kurzsichtigkeit

Unter Kindern ist Kurzsichtigkeit (Myopie) auf dem Vormarsch. Am Ende der Grundschulzeit sind 15% kurzsichtig, mit 25 Jahren schon 45%. Ursache dafür ist ein übermäßiges Wachstum des Auges, unter anderem durch viel Zeit vor digitalen Geräten. Auch hier können Kontaktlinsen helfen. Myopie-Management-Linsen verlagern das Bild im Randbereich vor die Netzhaut und bremsen dadurch das Längenwachstum. Experten empfehlen diese speziellen Kontaktlinsen für Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren.

Weil Kontaktlinsen direkt auf dem Auge sitzen, sollten sie beim Spezialisten individuell angepasst werden. Weitere Informationen, Rat und Hilfe bei allen Fragen rund um das Thema Kontaktlinsen unter Kontaktlinseninfo.de oder im Kontaktlinsenforum.

Quelle: KGS

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