|

DBSV: 25 Jahre Sehbehindertentag

Sehtest bei einer sehbehinderten Person
Die besonderen Bedürfnisse und Leistungen sehbehinderter Menschen stehen am Sehbehindertentag im Mittelpunkt. Bild: DBSV/A.Friese

Bundesweiter Aktionstag feiert bald rundes Jubiläum

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) nahm im Jahr 1998 sehbehinderte Menschen in seine Satzung und in seinen Namen auf. Im gleichen Jahr rief er gemeinsam mit drei korporativen Mitgliedern erstmals dazu auf, an „Sehbehindertenaktionstagen“ teilzunehmen. Sie fanden am 5. und 6. Juni in Bonn statt. So entstand der bundesweite Sehbehindertentag, der seitdem auf die Bedürfnisse und Probleme sehbehinderter Menschen, aber auch auf ihre Leistungen und Potenziale aufmerksam macht.

So abwechslungsreich wie die vielen Herausforderungen, die sehbehinderte Menschen täglich zu bewältigen haben, sind auch die Themen, denen sich der Sehbehindertentag in den vergangenen 25 Jahren gewidmet hat. „Der Sehbehindertentag hat in den ersten Jahren auch verbandsintern viel in Bewegung gebracht“, erinnert sich Bernd Peters vom Leitungsteam der Koordinationsstelle „Leben mit Sehbehinderung“ im DBSV. „Vielen blinden Mitgliedern war nicht klar, wie unterschiedlich Sehbehinderungen sich auswirken und wie individuell deshalb der Bedarf an Unterstützung ist.“

Viele Erfolge on- und offline

Inzwischen investieren der Verband und seine Landesvereine seit 13 Jahren systematisch in die Beraterausbildung und konnten auf dieser Basis mit Blickpunkt Auge ein qualitätsgesichertes bundesweites Beratungsangebot etablieren. Der Sehbehindertentag ist aus der Verbandsarbeit und auch aus vielen Redaktionskalendern nicht mehr wegzudenken. Mit aufmerksamkeitsstarken Aktionen hat er zu den Erfolgen beigetragen, die der DBSV zugunsten sehbehinderter Menschen erzielen konnte.

Dazu gehört die Norm DIN 32975 zur Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum, für die der Verband viele Jahre gekämpft hat. Sie regelt beispielsweise, wie Bedienelemente von Automaten und Aufzügen beschaffen sein müssen, um eine möglichst gute Wahrnehmbarkeit zu erreichen.

Anzeige
Essilor (Banner)

Ein weiterer Erfolg ist eine Regelung, die auf Forderung des DBSV im Jahr 2017 vom Bundestag beschlossen wurde. In Ergänzung der vorherigen Regelung gilt nun, dass bei Kurz- und Weitsichtigkeit Sehhilfen mit mehr als 6 Dioptrien im medizinisch notwendigen Umfang von der Kasse gezahlt werden, bei Hornhautverkrümmung reichen mehr als 4 Dioptrien.

Auch vom Internetangebot leserlich.info des DBSV profitieren viele sehbehinderte Menschen. Die Online-Plattform ist eine praxisnahe Arbeitshilfe für Profi-Gestalter und interessierte Laien und bietet unter anderem einen Schriftgrößenrechner und einen Kontrastrechner, mit denen konkrete Maße und Farbwerte für Druckprodukte und Webseiten errechnet werden können.

Quelle: DBSV

Ähnliche Beiträge

  • IVBS: Kongress zu Kinderoptometrie und Binokularsehen

    Vom 8. bis 9. Juni 2024 findet der 36. Jahreskongress der IVBS (Internationale Vereinigung für Binokulares Sehen) statt. In Barleben bei Magdeburg dreht sich dann alles um Fortbildung zu den Bereichen Kinderoptometrie und binokulares Sehen.

  • WVAO: Rückblick zum digitalen Wissensforum 2023

    Fünf Weiterbildungs-Abende des 3. digitalen WVAO-Wissensforums vom 23. bis 27. April 2023 sind vorüber. Die statistische Auswertung hat wieder sehr viel Positives ergeben, teilt die Wissenschaftliche Vereinigung der Augenoptiker und Optometristen mit.

  • Zeiss: Schwacher Jahresstart im Medizintechnikgeschäft

    Carl Zeiss Meditec ist mit einem verhaltenen ersten Quartal in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die beiden zentralen Medizintechnik‑Bereiche Ophthalmology und Microsurgery, mit Lösungen für Augenheilkunde, refraktive und Kataraktchirurgie sowie Visualisierungssysteme, verbuchten jeweils Rückgänge.