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Silmo Paris: Zurück in die Zukunft

Innovationen aus der Augenoptik gibt es zum Anfassen und Ausprobieren für die Messeteilnehmer. Bilder: Silmo Paris

Die Silmo Paris 2024 steht in den Startlöchern

Die Silmo Paris 2024 bereitet sich darauf vor, vom 20. bis 23. September die Akteure des Augenoptiksektors zu empfangen. Mehr als 900 Aussteller nehmen laut Veranstalter an der Messe teil und 1.500 Marken aus 144 Ländern der Welt werden ihre Angebote präsentieren. Mehr denn je, so scheint es, sollen dieses Jahr auch der Schwung der Gegenwart und der Zukunft eine tragende Rolle spielen.

Auf einer Fläche von 75.000 m² (Hallen 6 und 7) findet die Silmo Paris 2024 statt und bietet dabei auch eine Plattform für den eingehenden Blick auf neuste technologische Entwicklungen, Produktinnovationen und Trends, die die Zukunft der Augenoptik auf globaler Ebene prägen. Eric Lenoir, Direktor des Pariser Messehighlights, unterstrich in einer Ankündigung vor der Presse die transformativen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf unsere Branche: „Von intelligenten, mit KI ausgestatteten Brillendesigns bis hin zu revolutionären Werkzeugen für Augenoptiker – die Möglichkeiten sind weitreichend. Man stelle sich Brillen vor, die durch eine integrierte Kamera sofort eine Sprache übersetzen können, oder Mechanismen, die schwere Gesundheitsprobleme wie Herzinfarkte oder Parkinson vorbeugend erkennen. Diese rasante Entwicklung erfordert eine schnelle Anpassung der Fachleute, denn ohne eine angemessene Ausbildung könnte die KI die traditionellen Augenoptiker ersetzen.“ Da ist es schon wieder: KI – das It-Thema überhaupt darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Die Augenoptik im Jahr 2035

Auf verschiedenen sich ergänzenden Flächen lädt der „Futurology“-Bereich der Messe die Besucher dazu ein, in die Zukunft der Augenoptik einzutauchen und spannende Perspektiven für die Jahre 2025 bis 2035 zu entdecken. Technologische Innovationen und interaktive Erlebnisse zeigen die verschiedenen Zukunftspfade des Sektors auf, die Besucher an verschiedenen Testständen entdecken können. Die physische und die virtuelle Welt vereinen sich hier etwa, um auch neue Ansätze für die Gestaltung von Verkaufsstellen zu erforschen. Mit dem Ziel, den Weg des Kunden effizienter und intuitiver zu gestalten.

Digital Experience: In diesem Bereich erfahren Besucher, wie mobile Technologien und KI die traditionellen visuellen Tests verändern.

Sehtest und individuelle Messungen: Virtual-Reality-Headsets simulieren verschiedene Brillenglaslösungen, während 3D-Scanner genaue Messungen für eine optimale Brillenpersonalisierung ermöglichen.

Virtuelle Anprobe und lokale Produktion: Die Erstellung individueller Brillen ist mithilfe von KI möglich. Ein personalisierter Avatar erleichtert die virtuelle Anpassung von Brillen­fassungen, und der 3D-Druck produziert die Brille in Echtzeit, ergänzt durch das Einfassen und Montieren der Gläser vor Ort für eine 100%ige lokale Produktion. Im Herzstück des Futurology-Bereichs werden die neusten Innovationen zur Schau gestellt.

Pitches/Workshops: Eine kreisförmige Bühne mit zwei Stegen wurde eingerichtet, die für dynamische Präsentationen, Pitches von Start-ups und interaktive Workshops gedacht ist.

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Vernetzte Produkte: 5 Displays zeigen vernetzte Produkte, während ein spezielles Display ein Konzept für vernetzte Brillen vorstellt, das aus der Arbeit des Expertenausschusses hervorgegangen ist. Diese Displays bieten einen Einblick in zukünftige Trends und Technologien, die das tägliche Leben verändern werden.

Die reale und die virtuelle Welt überschneiden sich nicht nur, sie existieren auf der Messe zusammen, um dem Besucher  immersive Erfahrungen zu bieten.

Virtuelle Erlebnisse: Hierbei handelt es sich um einen Bereich, der RX-Erfahrungen und der Sensibilisierung für Sehbehinderungen gewidmet ist und in Zusammenarbeit mit Arts et Métiers geschaffen wurde. Die Herausforderungen von Sehbehinderungen sollen durch immersive Simulationen besser verstanden werden.

Intelligente Produktvorführungen: Besucher können die zwei Smart Glasses Meta und Pulse Audition kennenlernen.

Wettbewerb für Optisches Design

Der Optical Design Contest steht Studenten von Designschulen aus der ganzen Welt offen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der sich wandelnden Rolle von Brillen­accessoires, wobei die Möglichkeiten für neue Funktionen und die sich daraus ergebenden innovativen Anwendungen untersucht werden sollen. Unter der Leitung des Designers Olivier Jault ermutigt der Wettbewerb die Studenten, Brillen jenseits ihrer traditionellen Funktion neu zu denken und einzigartige Merkmale zu integrieren, die den neuen Bedürfnissen unserer modernen Gesellschaft entsprechen. Hugo Plessis vom Ecole d‘Art & de Design (ESDAC) mit seiner TRIBI-Brille, die für professionelle Biathlon-/Triathlon-Athleten entwickelt wurde, gewann im vergangenen Jahr die Trophäe. Zur Premierenausgabe der 2023 erstmals vergebenen Auszeichnung hieß das Motto noch „Sport“.

Beliebter Award und Wissensakademie

Als höchst renommierte Auszeichnung für die Akteure der Branche gilt seit geraumer Zeit der von einer Fachjury vergebene Silmo d‘ Or-Award. Die feierliche und prestigeträchtige Zeremonie findet an einem außergewöhnlichen Ort in Paris statt und markiert diesmal gleichzeitig das 30-jährige Bestehen dieser Auszeichnung. Alle nominierten und preisgekrönten Produkte werden in der Halle 7 ausgestellt.

Die Silmo Academy ist ein hochkarätiges wissenschaftliches Symposium, das den Fortschritt, die Diskussionen und die Überlegungen in diesem Sektor unterstreicht und in diesem Jahr in einem neuen Format stattfinden soll. Wir sind auch darauf gespannt.

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