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Christoffel-Blindenmission: 150 Jahre Ernst Christoffel

Ernst Christoffel, Gründer der Christoffel-Blindenmission (CBM)
Vor 150 Jahren wurde Ernst Jakob Christoffel geboren. Der Gründer der Christoffel-Blindenmission setzte früh auf Bildung für blinde Menschen und Teilhabe. Foto: CBM

Pionier für Bildung und Teilhabe blinder Menschen

Vor 150 Jahren wurde Ernst Jakob Christoffel geboren. Anlässlich des Jubiläums erinnert die Christoffel-Blindenmission (CBM) an ihren Gründer, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der heutigen Türkei und im Iran Bildungsangebote für blinde Menschen und Menschen mit Behinderungen aufbaute. Sein Ansatz unterschied sich von der damals verbreiteten Fürsorge: Bildung und Förderung sollten mehr Selbständigkeit ermöglichen.

Christoffel wurde 1876 in Rheydt geboren und studierte Theologie. 1905 ging er in die heutige Türkei, wo er mit Waisen sowie blinden Kindern arbeitete, die kaum Zugang zu Bildung hatten.

Bildung als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben

1908 gründete Christoffel im Osten der Türkei das Heim „Bethesda“ für blinde Kinder. Neben Betreuung standen Unterricht und Ausbildung im Mittelpunkt. Nach seiner Ausweisung während des Ersten Weltkriegs setzte er seine Arbeit später im Iran fort.

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Dort entwickelte er unter anderem eine Blindenschrift für die lokale Sprache und baute in Täbris und Isfahan Angebote für Kinder und Erwachsene mit Behinderungen auf.

Neustart nach Krieg und Internierung

Auch der Zweite Weltkrieg unterbrach seine Arbeit. Christoffel wurde interniert und nach Deutschland gebracht. Nach Kriegsende engagierte er sich für Menschen, die ihr Augenlicht verloren hatten, und gründete ein Heim für sie.

1951 kehrte er im Alter von 75 Jahren in den Iran zurück und beteiligte sich am Wiederaufbau einer zuvor zerstörten Einrichtung in Isfahan. Christoffel starb 1955. Nach Angaben der CBM prägt sein Verständnis von Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe die Organisation bis heute.

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