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GfK: Vierte Welle und Inflation setzen Konsumklima zu

Verbraucherstimmung verschlechtert sich im November spürbar

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland verschlechtert sich im November spürbar. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verzeichnen zum Teil deutliche Einbußen. Da auch die Sparneigung ansteigt, prognostiziert GfK für das Konsumklima für Dezember -1,6 Punkte und damit 2,6 Punkte weniger als im November dieses Jahres (revidiert 1,0 Punkte).

Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für November 2021. Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 4. bis 15. November 2021.

Nach zwei Anstiegen in Folge muss das Konsumklima damit wieder spürbare Einbußen hinnehmen und sinkt auf den niedrigsten Wert seit einem halben Jahr. Im Juni dieses Jahres wurden -6,9 Punkte gemessen.

Konjunkturstimmung und Einkommensaussichten mit Einbußen

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher trüben sich weiter ein, die Erholung der deutschen Wirtschaft kommt ins Stottern. Dies liegt nach Ansicht der Experten vor allem an unterbrochenen Lieferketten. Fehlende Halbleiter führten unter anderem bei Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Pkw dazu, dass die Produktion gedrosselt oder komplett gestoppt werden muss. Und dies beeinträchtigt das Wirtschaftswachstum. So wurden auch die Wachstumsaussichten für dieses Jahr auf 2,7 Prozent zurückgenommen.

Nach den starken Verlusten im Vormonat erleidet der Indikator Einkommenserwartung im November erneut Einbußen. Mit einem Minus von 10,4 Punkten fallen die Verluste etwas weniger stark aus als im Oktober mit -14,1 Zählern. Aktuell weist die Einkommenserwartung damit einen Wert von 12,9 Punkten aus. Ein geringerer Wert wurde zuletzt mit 9,3 Punkten im April dieses Jahres gemessen.

Gedämpfte Aussichten für das Weihnachtsgeschäft

„Das Konsumklima wird gegenwärtig von zwei Seiten in die Zange genommen. Da ist zum einen die vierte Welle der Corona-Pandemie mit explodierenden Inzidenzen, einer drohenden Überbelastung des Gesundheitswesens und der Furcht vor weiteren Einschränkungen. Zum anderen lässt eine hohe Inflationsrate von derzeit gut vier Prozent die Kaufkraft der Verbraucher dahinschmelzen“, erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Dies dämpft die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft etwas.“

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