GfK: Konsumklima erholt sich leicht zu Jahresbeginn
Höhere Einkommenserwartungen sind Hauptgrund
Das Konsumklima in Deutschland verbessert sich zu Jahresbeginn 2026 leicht. Höhere Einkommenserwartungen und eine steigende Anschaffungsneigung wirken positiv, während die Sparneigung stabil bleibt. Grundlage sind die aktuellen Daten des Konsumklimas, das seit Oktober 2023 gemeinsam von GfK/NiQ und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) herausgegeben wird.
Besonders die Einkommenserwartung der Verbraucher legt im Januar deutlich zu. Nach Angaben von Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, könnten die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar 2026 sowie geringere Inflationssorgen zu dieser Entwicklung beitragen. „Ob sich der positive Trend in den kommenden Monaten festigen kann, bleibt jedoch abzuwarten“, so Bürkl. Belastend wirkten weiterhin geopolitische Spannungen und Handelskonflikte, die die Stimmung schnell wieder eintrüben könnten.
Anschaffungsneigung und Konjunkturerwartungen mit vorsichtigem Aufwärtstrend
Die Anschaffungsneigung steigt im Januar auf den höchsten Wert seit März 2022. Neben der verbesserten Einkommenslage bleibt die Inflation ein wesentlicher Faktor. Viele Verbraucher nennen weiterhin hohe oder steigende Preise als Grund für Zurückhaltung. Allerdings ist die Inflationsrate in Deutschland im Dezember 2025 auf 1,8% gesunken, was zu einer gewissen Entlastung beiträgt.
Auch den wirtschaftlichen Ausblick bewerten die Verbraucher etwas positiver. Die Konjunkturerwartung steigt und liegt über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten könnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 wieder auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehren und ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von etwa einem Prozent erreichen.
