Hauptstadtforum in Berlin: Wie sieht die Augenversorgung von morgen aus?
Mirantus Health bringt Augenheilkunde, Augenoptik, Politik und Wissenschaft zusammen
Mit einem hochkarätig besetzten Programm und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsformat brachte Mirantus Health am 8. Oktober in Berlin unterschiedliche Akteure der Augenversorgung zusammen. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der medizinischen Versorgung, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die Frage, welchen Beitrag Augenoptiker und Optometristen künftig leisten können.
Ein Tag, zwei Veranstaltungsorte und zahlreiche Perspektiven auf die Augenversorgung der Zukunft: Mit dem Hauptstadtforum „Augenversorgung von Morgen“ hatte Mirantus Health am 8. Oktober nach Berlin eingeladen. Vertreter aus Augenheilkunde, Augenoptik, Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Krankenversicherungen diskutierten darüber, wie sich die Versorgung angesichts steigender Patientenzahlen, begrenzter Kapazitäten und neuer technologischer Möglichkeiten weiterentwickeln kann.
Austausch zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft
Den politischen Auftakt bildete ein Austausch im Deutschen Bundestag mit Dr. med. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Anschließend wurde das Fachprogramm im Maschinenraum Berlin fortgesetzt. Dort wechselten sich Vorträge, Diskussionsrunden und persönliche Gespräche ab.
Zu den Referenten gehörten unter anderem die Direktorin der Augenklinik an der Berliner Charité Prof. Dr. Antonia Joussen, Prof. Dr. Thomas Ach von der Universitäts-Augenklinik Bonn sowie ZVA-Präsident Kai Jaeger. Auch die Hochschulen waren vertreten – unter anderem durch Prof. Dr. Holger Dietze (Berliner Hochschule für Technik), Prof. Dr. Werner Eisenbarth (Hochschule München) und Dr.-Ing. Oliver Kolbe (Ernst-Abbe-Hochschule Jena).
Zudem brachten Vertreter der Techniker Krankenkasse, aus der Versorgungspraxis und der internationalen Forschung ihre Perspektiven ein.
Neue Versorgungswege im Fokus der Diskussion
Ein zentrales Thema war die stärkere Vernetzung von Augenoptik und Augenheilkunde. Welche Untersuchungen können künftig wohnortnah in augenoptischen Betrieben stattfinden? Wie lassen sich digitale Technologien und telemedizinische Angebote sinnvoll integrieren? Und welche Kompetenzen und Verantwortlichkeiten sind dafür erforderlich?
Dabei wurde deutlich, dass neue Versorgungsmodelle nicht allein technische Lösungen benötigen. Ebenso wichtig sind geeignete Rahmenbedingungen, definierte Zuständigkeiten und die Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen. Gerade die künftige Rolle der Augenoptiker und Optometristen bot Anlass zur Diskussion.
Das Hauptstadtforum überzeugte insbesondere durch die Vielfalt der Perspektiven und ein lebendiges Veranstaltungsformat. Neben fachlichen Impulsen bot es Gelegenheit zum direkten Austausch zwischen Berufsgruppen, die im Versorgungsalltag bislang nicht immer eng miteinander vernetzt sind und auf höherer Ebene noch weniger Berührungspunkte haben.
FOCUS war vor Ort und wird die wesentlichen Positionen und Erkenntnisse in einem ausführlichen Nachbericht aufgreifen.


