Anzeige
Menicon (Banner)
| |

Ipro: Trauer um Gründer Manfred Gärtner

Ipro-Gründer Manfred Gärtner (3.6.1934 – 20.4.2024)
Ipro-Gründer Manfred Gärtner (3.6.1934 – 20.4.2024). Bild: Ipro GmbH

Nachruf von Martin Himmelsbach und Thomas Barth

Manfred Gärtner, der Gründer der Ipro GmbH, ist nach langer schwerer Krankheit im Alter von 89 Jahren in Leonberg gestorben. Seine Mitstreiter der ersten Stunde, der aktuelle Ipro-Geschäftsführer Martin Himmelsbach und der Chefentwickler Thomas Barth, würdigen ihn als bemerkenswerte Gründerpersönlichkeit und liebenswerten Menschen.

Manfred Gärtner hatte in den 1960er Jahren bei IBM das Programmierhandwerk gelernt. Doch, um auf die Dauer bei einem etablierten Weltkonzern zu bleiben, hatte er zu viele eigene Ideen im Kopf. Sein Unternehmergeist setzte sich 1977 schließlich durch, als er die Ipro GmbH als „Unternehmen für kleine Entwicklungsprojekte“ eintragen ließ. Die Zielgruppen waren zunächst noch nicht klar definiert – erst musste der Bedarf sondiert werden.

Die Entscheidung, Software für Augenoptiker zu entwickeln, fiel im Jahr 1980. Programmiert wurde zunächst in Manfred Gärtners Wohnzimmer. Als er die Firma elf Jahre später an die Haag-Streit AG verkaufte, hatte man gerade den eintausendsten Anwender begrüßt. Auch nach seinem Ausscheiden blieb Gärtner „seiner Ipro“ noch jahrelang eng verbunden und war bis zuletzt an der Entwicklung des Unternehmens interessiert.

„Ein energiegeladener Motor und sehr freundlicher und emotionaler Mensch“

„Unser langjähriger Chef und geschätzter Kollege Manfred Gärtner, um den wir hier aufrichtig trauern, war ein klassischer Gründer, ein energiegeladener Motor und dabei ein sehr freundlicher und emotionaler Mensch“, sagt Ipro-Geschäftsführer Martin Himmelsbach. „Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Chefentwickler Thomas Barth, der wie Martin Himmelsbach bereits kurz nach der Gründung zum Unternehmen gestoßen war, ergänzt: „Manfred Gärtner wird allen, die mit ihm zusammenarbeiten durften in guter Erinnerung bleiben.“

In bester Erinnerung bleibt der gebürtige Dresdner Manfred Gärtner sicherlich auch all denen, die miterlebt haben, wie aufgewühlt er die Schritte zur deutschen Wiedervereinigung erlebte – und wie leidenschaftlich er sich daran machte, die Augenoptiker in der damals noch bestehenden DDR zu unterstützen. So begann er schon 1990 einer großen Zahl der an technischer Unterstützung sehr interessierten ostdeutschen Augenoptiker den Weg zu ebnen, um den Wettbewerb im vereinigten Deutschland gut zu bestehen.

Ähnliche Beiträge

  • Safilo: Vereinbarung zur Übernahme von Spy+ und Serengeti

    Safilo hat mit Bollé Brands eine Exklusivvereinbarung unterzeichnet, die auf den Erwerb der US‑Marken Spy+ und Serengeti abzielt. Mit dem Schritt würde der italienische Brillenhersteller sein Portfolio insbesondere im Sport‑, Outdoor‑ und Premiumsegment ausbauen.

  • ZVA: Die besten Nachwuchsaugenoptiker Deutschlands 2022

    Am 12. November traten in Dortmund die besten Augenoptikergesellen 2022 im Bundesentscheid des Leistungswettbewerbs PLW (Profis leisten was) im Deutschen Handwerk gegeneinander an. Die 15 Teilnehmer erwarteten dabei an drei Stationen verschiedene Aufgaben aus dem Berufsalltag.

  • Rupp + Hubrach: Wissenschaftspreis erneut an Freiberg

    Maximilian Freiberg wird zum zweiten Mal mit dem Wissenschaftspreis für Augenoptik von Rupp + Hubrach ausgezeichnet. Nach seiner Bachelorarbeit im Jahr 2023 überzeugte er nun auch mit seiner Masterarbeit zur Fixation mit dem bSLO-System an der Berliner Hochschule für Technik.

  • Apollo: Engagement auf dem Dock in Hamburg

    Bereits zum sechsten Mal fand Ende August in Hamburg das „Dock“ statt, eine zweitätige Veranstaltung für Bedürftige, wohnungslose und notleidende Menschen. Auch der Optiker Apollo war dabei, um die Teilnehmer vor Ort mit Brillen und Sonnenbrillen zu versorgen.

  • Charmant: Neuer Gebietsleiter

    Charmant gab bekannt, dass Giovanni Sanna zum 1. Mai 2021 die Gebietsleitung der Postleitzahlen 66-79 und 88-89 übernommen hat.