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KGS: Warum die Alltagsbrille beim Sport nicht ausreicht

Zwei Radsportler, Mann und Frau, in Nahaufnahme
Das KGS weist darauf hin, dass Alltagsbrillen beim Sport oft an Grenzen stoßen. Je nach Disziplin sind Schutz, Sitz und spezielle Gläser entscheidend. Bild: CastOfThousands/Envato

Hinweise zu Sportbrillen 

Viele Brillenträger nutzen ihre Alltagsbrille auch beim Sport – laut Kuratorium Gutes Sehen (KGS) rund 22,8 Mio. Menschen. Spezielle Sportbrillen kommen dagegen vergleichsweise selten zum Einsatz.

Nach Einschätzung des KGS stößt die Alltagsbrille insbesondere bei dynamischen Sportarten schnell an funktionale Grenzen. Aspekte wie Sitzstabilität, Schutzwirkung und ein an die Sportart angepasstes Sehen gewinnen hier an Bedeutung.

„Gutes Sehen beim Sport bedeutet mehr als reine Sehschärfe“, sagt Dr. Gernot Jendrusch vom Lehr- und Forschungsbereich Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum. „Entscheidend ist auch, wohin der Blick geht und in welcher Entfernung gesehen werden muss. Beim Golf sind Ball, Boden und Ferne wichtig, beim Radfahren in gebeugter Haltung vor allem der Blick nach vorn und unten. Deshalb muss die Korrektur zur Sportart passen, nicht nur zur Sehstärke. Genauso wichtig ist, dass die Lösung sicher sitzt, schützt und bei Belastung bruchsicherer ist als eine normale Alltagsbrille.“

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Auch wenn Augenverletzungen im Vereinssport insgesamt selten sind, können sie schwerwiegend sein. Entsprechend rückt das Thema Schutz zunehmend in den Fokus.

Für die augenoptische Praxis ergeben sich daraus klare Ansatzpunkte: Sportartspezifische Lösungen – von individuell verglasten Sportbrillen bis hin zu selbsttönenden, polarisierenden oder kontraststeigernden Gläsern – sowie eine fundierte Beratung zu Passform und Kombination mit weiterer Ausrüstung (z.B. Helm) sind entscheidend.

Das KGS empfiehlt daher eine gezielte Bedarfsermittlung im Beratungsgespräch, um funktional passende Lösungen anzubieten.

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