Sehen, Hören, Staunen?
Zukunftsthemen auf der Opti 2027 angekündig
Die Opti 2027 versteht sich als Schaufenster für die Themen, die Augenoptik und Hörakustik in den kommenden Jahren prägen könnten. Unter dem Leitmotiv „See. Hear. Next.“ sollen vom 29. bis 31. Januar in München neue Technologien, Geschäftsfelder und Schnittstellen zwischen den beiden Branchen (noch) stärker in den Fokus rücken.
Mit „See. Hear. Next.“ will die Opti weniger einzelne Produkttrends herausstellen als vielmehr Entwicklungen sichtbar machen, die Augenoptik und Hörakustik zunehmend gemeinsam prägen. Vernetzte Technologien, Smart Eyewear, neue Dienstleistungen und interdisziplinäre Versorgungsansätze zählen dabei zu den Themen, die auf der Messe mehr Raum erhalten sollen.
Dass hierfür Bedarf besteht, zeigte bereits die Opti 2026, als sich viele Gespräche um Zukunftsfragen der Branche drehten, von Augenscreenings über digitale Anwendungen bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Die kommende Veranstaltung soll diese Themen nun gezielter aufgreifen und in unterschiedlichen Formaten vertiefen.

Neue Sonderfläche für Smart Glasses & Co.
Ein zentrales Element der Messe 2027 wird die neue Sonderfläche „Opti Smart Tech“ sein. Dort sollen sich Anbieter von Smart Eyewear, Wearables, Hearables und weiteren vernetzten Technologien präsentieren. Die Veranstalter möchten damit einen Bereich schaffen, in dem technologische Entwicklungen und ihre praktische Anwendung in Augenoptik und Hörakustik zusammengeführt werden.
Für Opti-Direktorin Cathleen Kabashi steht die neue Sonderfläche exemplarisch für den „Next.“-Gedanken der Messe, der Zukunftsthemen und neue Geschäftsfelder stärker in den Vordergrund rücken soll. „Next. bringt auf den Punkt, wofür die Opti steht: Wir warten nicht darauf, dass Zukunft irgendwann passiert. Wir bringen die Menschen, Technologien und Märkte zusammen, die sie als Nächstes bestimmen“, erklärt sie. Tatsächlich gewinnen vernetzte Produkte und digitale Dienstleistungen seit einigen Jahren an Bedeutung. Smart Glasses, KI-gestützte Anwendungen oder neue Schnittstellen zwischen Seh- und Hörversorgung gehören zu den Entwicklungen, die von vielen Marktbeobachtern aufmerksam verfolgt werden.
Hörakustik weiter im Blick
Auch die stärkere Verzahnung von Augenoptik und Hörakustik bleibt ein Schwerpunkt. Bereits auf der Opti 2026 erhielt die Hörakustik mit der Sonderfläche „Opti Spheare“ einen eigenständigen Bereich innerhalb der Messe. Dort diskutierten Unternehmer unter anderem über Investitionen, Personalqualifikation und die Integration hörakustischer Dienstleistungen in bestehende Augenoptikgeschäfte.
Auf der kommenden Opti soll dieser Ansatz konsequent weitergeführt werden. Nach Einschätzung der Messeleitung sprechen mehrere Entwicklungen dafür, beide Bereiche stärker gemeinsam zu betrachten. Neben technologischen Überschneidungen verändern sich auch die Erwartungen vieler Kunden, die zunehmend ganzheitliche Beratungsangebote erwarten.
Kabashi sieht darin einen übergeordneten Trend: „Technologie und Optik wachsen zusammen, Augenoptik und Hörakustik rücken näher aneinander, Produkte werden durch digitale Anwendungen und Services erweitert.“ Einzelne Entwicklungen isoliert zu betrachten, reiche deshalb oft nicht mehr aus.
Zukunft der Kontaktlinse und Designthemen
Neben Technik und Hörakustik sollen auch etablierte Messeformate weiterentwickelt werden. Die Kontaktlinsenplattform „Tomorrow Vision“, die bereits 2026 mit Vorträgen und Praxisbeispielen zahlreiche Besucher anzog, bleibt Bestandteil des Programms. Dort stehen aktuelle Entwicklungen rund um Anpassung, Anwendung und neue Marktpotenziale im Kontaktlinsensegment im Mittelpunkt.
Daneben kündigt die Messe eine Erweiterung der Designformate an. Mit Bereichen wie „Opti Fine Eyewear“ und einer ausgebauten Design Stage sollen Themen wie Fassungsdesign, Markenführung, Warenpräsentation und Sortimentsgestaltung stärker beleuchtet werden. Damit greift die Messe einen Bereich auf, der traditionell auch zu den wichtigsten Gründen für den Besuch der Veranstaltung zählt.
DACH-Markt als Innovationsumfeld
Obwohl die Opti als internationale Messe auftritt, sieht der Veranstalter GHM ihre besondere Stärke weiterhin im deutschsprachigen Markt. Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen zu den technologisch anspruchsvollen und innovationsorientierten Märkten Europas. Viele Hersteller von Brillengläsern, Instrumenten oder optischen Technologien sind dort beheimatet.
Aus Sicht der Messe bietet diese Konzentration von Fachwissen und Marktkenntnis einen Vorteil. Neue Produkte und Konzepte treffen hier auf ein Publikum, das Entwicklungen häufig früh bewertet und in die betriebliche Praxis einordnet. Für Aussteller kann dies wichtige Rückmeldungen liefern und den Austausch mit potenziellen Partnern fördern.

Nachwuchs und Unternehmensnachfolge
Ein weiteres Zukunftsthema bleibt die Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Nachwuchsförderung, Unternehmensnachfolge und die Unterstützung von Start-ups sollen deshalb erneut fester Bestandteil des Messekonzepts sein.
Schon in den vergangenen Jahren gehörten entsprechende Formate zu den stark frequentierten Bereichen der Veranstaltung. Die Organisatoren wollen damit nicht nur junge Fachkräfte ansprechen, sondern auch den Dialog zwischen etablierten Unternehmen, Gründern und Betriebsnachfolgern fördern.
Orientierung für die Branche
Die Opti 2027 knüpft an Entwicklungen an, die bereits auf der vergangenen Messe sichtbar wurden. Der Anspruch der Veranstalter besteht dabei weniger darin, ferne Visionen zu präsentieren, sondern Entwicklungen sichtbar zu machen, die bereits heute Einfluss auf Geschäftsmodelle und betriebliche Entscheidungen haben. Ob Smart Eyewear, Hörakustik, Kontaktlinsen oder neue digitale Dienstleistungen: Viele der Themen, die auf der Opti 2027 diskutiert werden, dürften die Branche weit über die Messetage hinaus beschäftigen. Die Messe in München versteht sich damit erneut als Plattform, auf der Interessierte Entwicklungen einordnen, Kontakte knüpfen und Impulse für die eigene Unternehmensstrategie mitnehmen können.



