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30 Jahre ic! berlin

Architekt Thilo Reich und Fotograf Sven Marquardt. Bild: Tarek Mawad

Urban, jung und unkonventionell

Urbane Dynamik, ein pulsierendes Nachtleben voller Kultur und Musik, Pioniergeist – das alles prägt Berlin. Die Stadt ist Heimat vieler Techniker, Ingenieure und Erfinder und sie brachte zahlreiche weltbekannte Produkte hervor, darunter den ersten Relais-Computer der Welt, Ohropax, die Thermoskanne und den ersten elektrischen Haartrockner. Vor dreißig Jahren dann: Brillen mit einem für die Welt der Augenoptik neuartigen schraubenlosen Scharnier. Jetzt, 30 Jahre später, wird noch einmal nachgelegt. Die Formensprache von heute fügt sich nahtlos an die ursprünglichen Designs von 1996 an. Nur eben moderner. Zeitgemäßer. Gewappnet für ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte.

Das neue Kapitel hat im Grunde schon 2023 begonnen. Seit Ende 2023 ist ic! berlin ein Unternehmen der ­Marcolin Group und seit 2026 Teil der VSP-Gruppe, bekannt für weltweit bekannte Luxusmarken. 

Das Berliner Brillenlabel mit Niederlassungen in Berlin, New York oder Tokio hat sich schon lange als Marke für trendige Fassungen auf den verschiedensten Märkten dieser Welt ­etabliert. Berlin steckt nicht nur im Markennamen, sondern ist auch ein Statement für „Handcrafted in Berlin“.

Das heißt: Alle Kollektionen werden im deutschen Hauptsitz entworfen und gefertigt. Im Jubiläumsjahr soll ein neuer Push kommen. „Seit 30 Jahren steht ic! berlin für kompromissloses Design, herausragende Ingenieurskunst und innovative Premium-Brillen aus Berlin“, erklärt Davide Lunghi, General Manager von ic! berlin. „Dieses Jubiläum würdigt unsere ­stolze Tradition und ebnet den Weg für ein neues Kapitel globalen Wachstums, Markengeschichten und moderner, technischer Brillen.“ 

Mit Erfahrung in der Luxusgüterbranche ist Davide Lunghi seit Oktober vergangenen Jahres General Manager der deutschen Marke. Innerhalb der Marcolin Group ist das Berliner Label als jung, wild und innovativ positioniert. Das passt, zu den Brillen und zu deren Markenwurzeln.

Urban, jung und unkonventionell

Jetzt, zum Jubiläum, hat das Label eine siebenteilige, Capsule­ Collection kreiert, also eine kleine limitierte Kollektion, die verschiedene Referenzen in der Designsprache aus der Markengeschichte aufgreift und eine Brücke in die Vergangenheit schlägt.

Augenoptiker, die die Marke schon länger kennen, werden sich noch an das eine oder andere Produkt erinnern können. Auch die Namen der Klassiker dürften noch präsent sein: Leif, Wanda, Oli the 2nd und Pina. Jetzt alle im ikonischen Chrome-Finish. Purismus pur. Hinzu kommen die Edelstahlmodelle Sodium und Xenon. 

Parallel dazu rückt die Jubiläumskampagne „I See Berlin“ einige urbane Persönlichkeiten in den Mittelpunkt. Sie prägen die pulsierende Kultur der Stadt. 

Sven Marquardt, Fotograf und ­legendäre Club-Ikone, dessen Werk und Einfluss die Berliner Clubkultur über Jahrzehnte geprägt haben; Dalad Kambhu, ­thailändisch-amerikanische, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Köchin, die Innovation und Authentizität verbindet; Nina Pohl, Künstlerin und Kuratorin, deren konzeptionelle und visuelle Arbeiten die Berliner Kunstszene ­bereichern; Nunguja Kisalya, ­Berlin-raised, London-based, ist eine zentrale Präsenz in der Clubszene der Stadt, formt Club-Sounds zu immersiven, vielschichtigen Klanglandschaften für ein weltweites Publikum; Thilo Reich, interdisziplinärer Architekt und Künstler, der alltägliche urbane Materialien in skulpturale Arbeiten transformiert und verborgene Strukturen sichtbar macht; Youngchan Moon, südkoreanischer Tänzer, der klassischen und zeitgenössischen Tanz in expressiven digitalen Performances vereint. 

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Ziel der Kampagne: die Markenidentität stärken. Schließlich spiegeln der Markenname selbst sowie die visuelle Kommunikation einen urbanen, jungen und unkonventionellen Stil wider. Die Protagonisten bringen alle das Thema Leidenschaft für die Stadt mit und für die Brillen. Ideal für Medien außerhalb der Augenoptik, um sie bei Influencern mit Sicherheit ins Gespräch zu bringen. 

Umgesetzt wurde die Kampagne „I See Berlin“ vom Berliner Fotografen und visuellen Geschichtenerzähler Tarek Mawad. Leif Podhajsky arbeitete an seiner Seite und erkundet den experimentellen und subkulturellen Geist Berlins durch eine eigens entwickelte digitale Animation. 

Die Kampagne ist übrigens ein Aspekt der strategischen Neuausrichtung, für die der neue General Manager steht. Er soll die Marke in die Zukunft bringen, ihre Entwicklung begleiten und sie auf internationalen Märkten positionieren. Das gehe aber nur gemeinsam mit dem lokalen ic! berlin-Team und mit Unterstützung der Marcolin-Gruppe.

Influencer und ausgewählte Presse­vertreter erhielten zum 30-jährigen Jubiläum eine Führung durch die Berliner Fabrik. Den Dinner und Cocktail-Empfang gab es schließlich in einer der stimmungsvollsten Locations Berlins: der Feuerle Collection, einem Museum, das vor zehn Jahren in einem ehemaligen Fernmeldebunker aus dem Zweiten Weltkrieg eröffnet wurde. Hier waren die Gäste umgeben von einer bemerkenswerten Ausstellung östlicher und zeitgenössischer Kunst aus der Privatsammlung von Désirée Feuerle – von Khmer-Skulpturen und chinesischen Möbeln aus dem 2. Jahrhundert
v. Chr. bis hin zu Werken von Künstlern wie Anish Kapoor, Cristina Iglesias und Adam Fuss.

Eine Marke für den „technischen Ästhet“

Nicola Zotta, der kürzlich zum CEO und Präsidenten von VSP Vision ernannt wurde, erklärte, dass VSP sehr erfreut sei, eine so etablierte und bekannte Marke wie ic! berlin im Portfolio zu haben. Zotta fügte hinzu, dass die Marke unter der Führung von VSP ihre Identität für hochwertiges Design und ihren Ruf für handgefertigte Qualität bewahren werde. Eine Perspektive für die kommende Zeit also und ein Hinweis auf die Positionierung der Marke.

Typischer Kunde dieser Marke sei ein technischer Ästhet – jemand mit einem tiefen Bedürfnis, sich mit Objekten von außergewöhnlicher Qualität und Schönheit zu umgeben. Diese Person ist nicht zwingend selbst kreativ, bringt aber eine große Sensibilität für die Schönheit von Kunst und Design mit.

Technische Exzellenz und Qualität bewundert sie, weil sie ihr ein Gefühl von Stabilität vermitteln. Mit dem Geist eines Ingenieurs und der Seele eines Designers strebt der technische Ästhet nach einem „bewussten Minimalismus und einer rationalen Eleganz“, so Davide Lunghi.

Ein Schwerpunkt der Markenkommunikation sei deshalb die bekannte patentierte schraubenlose Scharniertechnologie mit den jüngsten Materialinnovationen. ic! berlin habe in der Vergangenheit oft eine direkte, ironische und unkonventionelle Tonalität verwendet. Man arbeite nun intensiv daran, diese Botschaft und Denkweise des „unkonventionellen Denkens“ wiederzubeleben, wobei man die „herausragende Handwerkskunst und Fertigung in Berlin“ betont. 

Mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung – und die weitere Internationalisierung der Marke ic! berlin – werde das Netzwerk der Marcolin Group besonders hilfreich sein. Sowohl beim stationären als auch im Online-Vertrieb.

Die Zeichen stehen also gut für mindestens weitere 30 Jahre!

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