Anzeige
Menicon (Banner)
| |

51. EFCLIN-Kongress – ein Nachbericht

„Global vernetzt, gemeinsam voraus“

Vom 10. bis 12. April trafen sich knapp 280 Fachleute aus aller Welt im norwegischen Lillestrøm zum 51. EFCLIN-­Kongress. Zwischen Wetlabs, regulatorischem Diskurs und Hightech-Innovationen zeigte sich: Die internationale Kontaktlinsen- und IOL-Community ist trotz Hürden entschlossen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Lebendige Gemeinschaft mit Weitblick

Ein Besucher aus Japan bringt es auf den Punkt: „Nicht dabei zu sein, wäre ein Fehler gewesen.“ Tatsächlich war der diesjährige EFCLIN-Kongress mehr als eine Industrie- und Branchentagung – er war ein internationales Bekenntnis zur Zukunft der Kontaktlinsen- und IOL-Industrie. Fachleute aus 39 Ländern reisten nach Lillestrøm, in die kleinere Stadt nahe Oslo, um sich drei Tage lang über Materialien, Fertigungstechnologien und neuste Ent­wicklungen auszutauschen.

Besonders auffällig: Das Programm bot viel Raum für re­gulatorische Themen – ein Punkt, der vielen Herstellern und Dienstleistern seit einger Zeit unter den Nägeln brennt. Zugleich wurde in Vorträgen, Diskussionen und beim neuen Wetlab-Format deutlich: Die Branche setzt weiterhin auf Qualität und Entwicklung.

Innovation trifft Orientierung

Unter dem Motto „Finding True North for Tomorrow’s Vision“ griffen zahlreiche Redner das Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt und verlässlicher Orientierung auf. Neben klassischen Vorträgen sorgten ein vielfältiges Herstellerforum und eine stark frequentierte Ausstellung für Austausch und Inspiration.

Anzeige
HECHT (Banner)

Sklerale Anpassung, Softwarebewertung, neue Fertigungs­maschinen – das waren Themen, die nicht nur auf der Bühne behandelt, sondern auch in den Gängen des Kongress­zentrums leidenschaftlich diskutiert wurden.

Mit frischer Kraft in die Zukunft

Auch personell wurde Weichenstellung betrieben: Gareth Browne (Contamac) und Präsident Armin Duddek (Prolens AG) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist Preeti Choudhary (PCB) – ein weiteres Zeichen für frische Impulse in der EFCLIN-Community.

Der Blick zurück auf Lillestrøm ist trotz leicht gesunkener Teilnehmerzahl zu den Vorjahren ein optimistischer: Dies war wieder ein europäischer Kongress mit globaler Strahlkraft, getragen von dem gemeinsamen Willen, die Zukunft der visuellen Gesundheit aktiv mitzugestalten.

Vor dem Ende des Kongresses gab der EFCLIN-Vorstand ­bekannt, dass die 52. EFCLIN-Tagung und Ausstellung vom 23. bis 25. April 2026 in Sitges, Spanien, stattfinden wird.

Ähnliche Beiträge

  • Fifteen minutes of f(r)ame

    Meryl Streep. Sie ist zweifellos eine der bedeutendsten Schauspielerinnen unserer Zeit. Es gibt allerdings auch Zweifler. Stimmen, die meinen, was Meryl Streep bis zur Perfektion beherrsche, sei nicht das Mimenspiel, nicht der Mummenschanz, sondern vor allem ein Requisit: ihre Brille.

  • KGS: Jeder sechste Autofahrer würde bei Sehtest durchfallen

    Aktuellen Studien zufolge überschätzt die Mehrheit der Autofahrer das eigene Sehvermögen – jeder Sechste würde laut DOG beim Sehtest durchfallen. Zum Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni klärte das Kuratorium Gutes Sehen darüber auf, welche Altersgruppe wann zum Sehtest gehen sollte und welche Risiken schlechtes Sehen im Straßenverkehr birgt.

  • Rodenstock: Partneroptiker-Event mit Iris-Fotografie

    Ende September überraschte der Rodenstock-Partneroptiker Optik Freese aus Verden seine Kunden mit einer besonderen Aktion. Unter dem Motto „Tag der Einzigartigkeit“ standen Iris-Fotografie und die Themenfelder Biometrisches Sehen und Individualität bei Brillengläsern auf dem Programm.

  • Pionierin: Dr. Anna Estelle Glancy

    Sie war eine Mathematikerin, Astronomin und hat für die Brillenoptik herausragende Ideen entwickelt – Dr. Anna Estelle Glancy (1883–1975) entwarf 1923 bzw. 1924 das erste Patent für ein Gleitsichtglas, nahezu 50 Jahre vor der Marktreife solcher Gläser.

  • In eigener Sache: FOCUS erweitert Redaktionsteam

    Mit Angela Mrositzki gewinnt FOCUS eine erfahrene Journalistin und kreative Impulsgeberin für die Mitarbeit im Redaktionsteam zurück. Mrositzki ist seit fast vier Jahrzehnten in der augenoptischen Fachpresse tätig und hat zahlreiche redaktionelle Konzepte und Themenformate sowie Magazine neu entwickelt.