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Fielmann-Gruppe: Günther Fielmann ist tot

Nachruf auf Günther Fielmann
Günther Fielmann verstarb am 3. Januar 2024 im Alter von 84 Jahren. Foto: Fielmann

Fielmann-Gründer verstarb am 3. Januar 2024 im Alter von 84 Jahren

Die Fielmann-Gruppe nimmt Abschied von ihrem Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden, Professor Günther Fielmann. Nach einem langen und erfüllten Leben ist der Unternehmer und Mäzen am 3. Januar 2024 im Alter von 84 Jahren in seinem Wohnort Lütjensee in Schleswig-Holstein im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen.

Seine Nachfolge im Familienunternehmen hatte Günther Fielmann von langer Hand geplant: 2012 sicherte er den bestimmenden Einfluss der Familie Fielmann für zukünftige Generationen, indem er die Mehrheitsbeteiligung an der Fielmann-Gruppe in eine Familienstiftung überführte. In den folgenden acht Jahren übertrug er sukzessive Verantwortung an seinen Sohn Marc Fielmann.

Im Jahr 2019 übergab Günther Fielmann, kurz nach seinem 80. Geburtstag, die Führung der Fielmann-Gruppe und kurze Zeit später ebenfalls die Führung der Familienholding und Familienstiftung an seinen Sohn, vollendete somit „das Paradebeispiel für eine gelungene Nachfolgeregelung in einem Familienunternehmen“, wie es der Aufsichtsratsvorsitzende der Fielmann Group AG, Professor Mark Binz, formulierte. „Professor Fielmann war ein Jahrhundert-Unternehmer und Visionär. Mit strategischem Weitblick, einem klaren Fokus auf die Wünsche der Kunden und einem vorbildlichen Engagement für das Gemeinwohl hat er die deutsche Wirtschaft weit über die Grenzen der Augenoptik und Hörakustik hinaus geprägt.“

Die Gedanken der mehr als 23.000 Mitarbeitenden in Europa, Asien und den USA sind in diesen Tagen bei den Angehörigen von Günther Fielmann. Seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern gilt die aufrichtige Anteilnahme und tiefes Mitgefühl. Jedem einzelnen wird Günther Fielmann mit seiner kundenorientierten Philosophie, seiner Schaffenskraft und seinem visionären Geist als Pionier der Augenoptik in Erinnerung bleiben.

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Marc Fielmann, CEO der Fielmann-Gruppe: „Mein Vater hat immer wieder kundenfreundliche Leistungen eingeführt, die es vorher nicht gab. Er hat die gesamte Branche im Dienste der Kunden revolutioniert. Sein Lebenswerk erfüllt uns mit Respekt und ist für uns Ansporn, allen Menschen zu helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. Während wir unser Familienunternehmen in die Zukunft führen, bewahren wir die kundenfreundliche Philosophie, die Werte und das Menschenbild, die uns groß gemacht haben.“

Günther Fielmann wusste, dass er nur in einem intakten und sozial ausgewogenen Umfeld langfristig erfolgreich sein kann. Darum übernimmt die Fielmann-Gruppe seit Jahrzehnten Verantwortung für die Umwelt, gibt einen Teil des Erfolgs an die Gesellschaft zurück. Das Familienunternehmen engagiert sich für Projekte im Natur- und Umweltschutz sowie in der Kunst und Denkmalpflege, unterstützt Kindergärten und Schulen, fördert den Breitensport und pflanzt seit 1986 für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute mehr als 1,7 Millionen Bäume und Sträucher. Die Familie Fielmann ist langjähriger Förderer von Kulturveranstaltungen wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, lädt alljährlich zum überkonfessionellen Adventsgottesdienst auf Gut Schierensee, unterstützt Landesmuseen, Medizin und Forschung.

Für seinen unternehmerischen Mut und sein soziales und gesellschaftliches Engagement erhielt Günther Fielmann zahlreiche Auszeichnungen, darunter im Jahr 2016 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im selben Jahr bekam er die Ehrenbürgerwürde des Bundeslands Schleswig-Holstein verliehen. Bereits 2002 wurde Günther Fielmann zum Professor des Landes Schleswig-Holstein ernannt, 2004 erhielt er die Ehren-Doktorwürde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Die Familie Fielmann, vertreten durch Günther Fielmanns Kinder, Sophie und Marc Fielmann, errichtet in dieser Woche die gemeinnützige Fielmann Förderstiftung. Die Stiftung führt das jahrzehntelange gesellschaftliche Engagement in die Zukunft. Sie unterstützt weiterhin Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und Denkmalpflege sowie den Naturschutz und die Landschaftspflege, vornehmlich in Norddeutschland.

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