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KI-gestützte Analyse von Augenbewegungen zur Diagnose von Demenzerkrankungen

Älterer Mann benutzt Laptop auf Tisch für Augenkontrolle
Forschende aus Japan haben ein KI-basiertes Screening-Tool entwickelt, das zwei Demenzformen aufgrund von Augenbewegungen identifiziert. Symbolbild: Envato

Technologische Neuentwicklung aus Japan

Forschenden der Universität Tsukuba, Japan ist es gelungen, ein KI-basiertes Screening-Tool zu entwickeln, mit dem zwei Demenzformen aufgrund von Augenbewegungsmustern identifiziert und unterschieden werden können.

Die Forschenden erfassten das spontane Sehverhalten von Patienten mit den beiden häufigsten Unterformen neurodegenerativer Demenzerkrankungen im Spätstadium, der Alzheimer-Krankheit (AD) und der Demenz mit Lewy-Körperchen (DLB). Zur Anwendung kam ein umfassender Satz von Stimuli mit 200 Bildern komplexer naturalistischer Szenen mit 1.533 Objekten. Die Bilder waren mit Anmerkungen zu ihren semantischen Attributen, wie Gesichter, Emotionen, Text versehen.

Nachweis demenzbedingt veränderter Augenbewegungsmuster gelingt

Durch eine umfassende Charakterisierung mit Hilfe eines computergestützten visuellen Aufmerksamkeitsmodells konnten die Forscher erstmals krankheitsspezifisch veränderte Augenbewegungsmuster als Reaktion auf komplexe Szenen bei diesen Patienten nachweisen. Sie nutzten die veränderten Muster, um ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiertes Screening-Tool zu entwickeln, mit dem Patienten mit AD und DLB zuverlässig identifiziert und unterschieden werden können.

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Die Wissenschaftler berichten, dass diese Ergebnisse dazu beitragen können, das Sehverhalten von Demenzpatienten in der realen Welt zu verstehen, das Screening und die Differenzierung von Demenz-Subtypen zu unterstützen und die Demenzforschung zu erleichtern. Die Arbeit wurde in Frontiers in Neuroscience veröffentlicht.

Quelle: University of Tsukuba

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