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Prä-Myopie als Thema im Contact Lens Update

Bild: YuriArcursPeopleimages/Envato

Das Centre for Ocular Research & Education (CORE) hat eine neue Ausgabe des Contact Lens Update veröffentlicht

Der Schwerpunkt liegt auf Prä-Myopie, einem Zustand, der zunehmend in der Risikobewertung, Frühintervention und im Myopie-Management berücksichtigt wird. Vier Fachbeiträge liefern Hinweise und Erfahrungen für die pädiatrische und allgemeine Augenversorgung.

Daddi Fadel, klinische Wissenschaftlerin bei CORE, betont, dass die frühzeitige Erkennung von Risikokindern eine gezielte Versorgung ermöglicht. Amy Chow, Postdoktorandin an der University of Waterloo und am Centre for Eye and Vision Research (CEVR) in Hongkong, beschreibt in ihrem Editorial Risikofaktoren wie geringe hyperope Reserve, schnelles axiales Wachstum, wenig Zeit im Freien, intensive Naharbeit und familiäre Vorbelastung. Sie stellt verschiedene Ansätze zur Vorbeugung vor, darunter mehr Zeit im Freien, bessere Naharbeitsgewohnheiten, niedrig dosiertes Atropin, spezielle Brillengläser und Rotlichttherapie.

Forschung und Fallbeispiele zur Myopie-Kontrolle

Pauline Kang, Professorin an der UNSW Sydney, beschreibt in ihrem Beitrag, wie zykloplegische Refraktion und die Bewertung von Risikofaktoren zur frühzeitigen Identifikation prä-myoper Kinder beitragen können. Studien zeigen, dass wiederholte Rotlichttherapie und niedrig dosiertes Atropin das axiale Wachstum verlangsamen und den Beginn der Myopie hinauszögern können. Maßnahmen wie vermehrte Zeit im Freien und Aufklärung gelten als risikoarm, aber mit begrenztem Effekt. Es bestehen weiterhin Diskussionen über die Sicherheit der Rotlichttherapie und mögliche Rückschlageffekte bei Atropin.

Wes McCann, Optometrist und Dozent, stellt zwei pädiatrische Fallbeispiele vor. Diese zeigen, wie die Verfolgung der axialen Länge, Lebensstilberatung und der gezielte Einsatz von Atropin oder speziellen Linsen zur Myopie-Kontrolle das Fortschreiten der Myopie beeinflussen können.

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Studienergebnisse und ergänzende Ressourcen

Zhuzhu Liu, Augenärztin und Forscherin am Tianjin Medical University Eye Hospital, berichtet über eine randomisierte Studie mit chinesischen Kindern. Dabei zeigte sich, dass niedrigintensives Rotlicht das axiale Wachstum und die refraktive Entwicklung verlangsamen kann. Eine Verdickung der subfovealen Aderhaut spielte dabei möglicherweise eine vermittelnde Rolle und könnte als Indikator für den Therapieerfolg dienen.

Die Website ContactLensUpdate.com bietet ein Archiv früherer Ausgaben sowie eine Sammlung von Materialien für Fachleute, darunter Schulungsvideos und ein Glossar. Die Publikation wird von den Bildungsabteilungen mehrerer Unternehmen unterstützt.

Weitere Informationen: https://contactlensupdate.com/category/issues/pre-myopia/

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